Ich bin

0003: Ich bin, der Ich bin.

Ich bin, der Ich bin und so ist es gut! 

Eure Aktionen müssen absolut wahr sein! 

Ihr müsst authentisch sein. 

Sagen, was ihr fühlt, zeigen, was ihr wollt, nehmen, was ihr braucht.

Engelkontakt


Ich bitte meinen Guide, mich mit dem Guide von Yvonne zu verbinden. Yvonne bittet um diesen Kontakt.

Ich gehe einen steinigen Weg bergauf, neben mir Wiesen, Kräuter, es duftet nach Thymian. Oben angekommen, stehe ich auf einer Art Plateau, der Blick geht weit, scheinbar eine Art Mündungsdelta, ganz weit am Horizont schimmert das Meer.

Hier oben, nicht weit von mir, stehen Reste eines Tempels oder einer Kirche, was genau das ist, kann ich nicht beurteilen.

Vor diesen Ruinen steht ein Mann mit einem Gerät, wie Landvermesser es benutzen. Er hat tiefschwarzes Haar, dunkle Augen, ein rotes Samtjackett in einer Mode, die zur Zeit Napoleons getragen wurde, eine enge Hose und staubige Stiefel.

Als er mich sieht, winkt er mir freudig zu und kommt in weit ausholenden Schritten zu mir.

G: Ah, da bist du ja, erstaunlich!

U: Was ist erstaunlich?

G: Dass wir miteinander reden können, ich habe nicht gewagt, darauf zu hoffen, aber sie überrascht mich immer wieder. Möchtest du mit mir ein wenig in den Schatten gehen?

U: Gerne…

Er führt mich zu einer Art Zelt, es fehlen allerdings zwei Seiten.

U: Bist du der Guide von Yvonne?

G: Ja… ich habe mir lange überlegt, ob ich diese Inkarnation wählen soll oder unsere ägyptische Inkarnationsreise, letztlich passte die hier besser mit dir zusammen.

Ah, ich bin unhöflich, ich sollte mich vorstellen: Antoine…
Ist es nicht herrlich hier?

U: Ja … sehr schön, wo sind wir?

G: Auf Zypern, ich war tatsächlich als Landvermesser tätig, diese wunderschöne Insel gehörte damals zum Osmanischen Reich, und da mir das Abenteuer im Blut steckte, war ich fast 10 Jahre meines Lebens in dessen Dienst tätig.

Meine Arbeit hat mich dabei weniger interessiert, aber die einmalige Gelegenheit, die Religionen und Kulturen dieser für mich fremden Welten zu studieren, war mir eine außergewöhnliche Freude. Schau, da kommt jemand!

Über die Bergkuppe kommt ein Mädchen, es ist vielleicht dreizehn oder vierzehn Jahre alt, neben sich hat es einen sehr großen, zotteligen Hund, im Arm einen Korb und in der anderen Hand eine Art Lederschlauch.

Antoine begrüßt die Kleine herzlich, die mich nicht zu bemerken scheint, sie gibt ihm den Korb und den Schlauch: Nahrung und Trinkwasser.

Und während er seine Vorräte damit ergänzt, schaut sie interessiert in einem Malblock nach. Viele Zeichnungen von Pflanzen sind darin abgebildet.

Antoine und das Mädchen reden über die Zeichnungen, er stellt ihr Fragen, sie antwortet. Manchmal lacht sie hell und schüttelt dann den Kopf, erklärt etwas, zeigt an bestimmte Stellen der Landschaft… endlich verabschiedet sie sich und geht.

G: Das war Aliki, meine kleine Lehrerin hier. Ist sie nicht bezaubernd?

U: Hm, hm…

G: Oh, ich langweile dich vermutlich, du denkst an deinen Auftrag. Aliki war Yvonne.
Sie war die Tochter des Bürgermeisters dort unten im Dorf, seine Augenweide, sein ganzer Stolz, wenn auch nur ein Mädchen.

Das ganze Dorf wunderte sich über seine Vernarrtheit in Aliki, damals war es durchaus ungewöhnlich, dass ein Mann vom Land einer Tochter derart viel Aufmerksamkeit schenkte, aber er tat es.

Als ich hierher kam, brauchte ich die Unterstützung der Bewohner. Wie du gesehen hast, war Teil meiner Arbeit eine Art Bestandsaufnahme heimischer Arzneipflanzen, ihr Vorkommen, ihre Eigenschaften und ihre Anwendung sollte ich neben meiner Arbeit als Landvermesser aufzeichnen.

Aliki hatte von ihrer Großmutter viel über diese Dinge gelernt. Es wäre der Alten unmöglich gewesen, mir den gleichen Dienst zu bieten wie das Kind.

Aber klug, wie der Bürgermeister war, verabredete er mit mir ein Geschäft: An sonnigen, warmen Tagen, wenn ich ungehindert meine Arbeit in der Natur erledigen konnte, dann brachte mir Aliki das Wissen um die Pflanzen näher.

Aber wenn das Wetter rau wurde, dann unterrichte ich Aliki im Lesen und Schreiben. Rechnen konnte sie bereits wie ein Fuchs und ich hatte sie darin zu unterrichten, was in Europa als wichtig galt.

Was der Alte damit bezweckte damit, wollte er nicht herausrücken. Aber ich war mit dem Handel mehr als zufrieden, in Aliki hatte ich sowohl eine gute Lehrerin, als auch eine eifrige und wissbegierige Schülerin.

Aber an einem kalten Novembertag endete diese schöne Zeit abrupt. Aliki wurde sehr krank, hohes Fieber ergriff sie, es stand so schlimm um sie, dass ihr Vater nach dem Priester rief.

Der hatte nur darauf gewartet, denn in seinen Augen war ich eine Art Abgesandter des Teufels und jetzt endlich konnte er seine ganze Macht ausüben.

Er sagte Alikis Vater, dass der Satan seine Tochter jetzt holen würde als Strafe für den Umgang mit mir und für seinen Hochmut, aus Aliki eine gebildete Frau machen zu wollen und wenn er nicht endlich Vernunft annehme, würde Aliki sterben, besser tot als die Seele verloren!

Noch am gleichen Abend schickte der Bürgermeister zu mir, unter Bedauern teilte er mir mit, dass es nur einen Ausweg gäbe, um Aliki genesen zu lassen: Sie würde noch heute einem der Bauern versprochen werden und im nächsten Sommer verheiratet sein.

Er ließ mich schwören, sie nie wieder zu sehen und nur noch ins Dorf zu kommen, wenn ich mich vergewissert hätte, dass sie nicht da sei.

Tatsächlich war am nächsten Tag das Fieber verschwunden. Ich selbst sah keinen Grund, länger in diesem Dorf zu bleiben und wendete mich einer weiteren Aufgabe jenseits des Tales zu.

Oft dachte ich an meine kleine Schülerin… erst drei Jahre später hörte ich durch Zufall von ihr.
Sie hatte tatsächlich den jungen Mann geheiratet, den jener Priester ihr bestimmt hatte. Aber sie konnte sich wohl nie mit der groben Art abfinden, mit der er sein Leben lebte. Dreimal war sie schwanger, jedes Kind verlor sie…

Aliki veränderte ihr Wesen: Sie lachte nicht mehr, war immer ernst, irgendwann fand man sie leblos im Fluss treiben.

Ob sie selbst Hand an sich gelegt hatte oder es ein Unglücksfall war, blieb ungeklärt, manche munkelten sogar, der Mann hätte sie umgebracht…
Ich war sehr, sehr traurig, als ich davon hörte.

Erst hier im Jenseits traf ich sie wieder und verstand, worum es eigentlich ging. Alikis Seele wollte erfahren, welche Kräfte sie entfalten sollte, um sich den Ansprüchen unterschiedlicher Autoritäten zu widersetzen, aber fand keine Kraft dazu.

Selbst in ihren besten Jahren wurde sie zwischen den Ansprüchen des Vaters und denen der konservativen Mutter hin und her gerissen.

Der Vater wollte, dass Aliki eine ganz besondere Frau wird, die Mutter wollte nichts weniger als das! Und ihr Ehemann wollte schließlich nichts weiter als eine Sklavin.

Aliki begann viel zu trinken. Statt zu kämpfen und für ihre Ansichten zu streiten, versank sie mehr und mehr in eine bizarre Welt der Illusionen. Sie gab sich auf, ungeachtet des entstehenden Lebens in sich verbrachte sie Tag um Tag damit, das Leben, das sie hatte, zu fliehen…

U: Aber sie hatte doch auch gar keinen Ausweg…

A: Doch, den hätte sie gehabt. Es gab einen jungen Mann, der sie sehr liebte, sie war mit ihm aufgewachsen, er wäre, hätte sie nur zugestimmt, mit ihr geflohen, ehe sie die Frau des Bauern wurde.

Aber Aliki wusste noch nicht, dass man Vater, Mutter, Priester, ja der ganzen Welt trotzen darf, nur NIEMALS sich selbst! So starb sie letztlich daran, dass sie wohl jedem Treue bewiesen hatte, nur sich nicht…

Der Schmerz, nicht geflohen zu sein, entzog ihre jede Lebenskraft, vor allem aber die Kraft, zu lieben. Am Ende liebte sie weder sich noch andere und letztlich nicht einmal mehr das Leben selbst.

U: Warum erzählst du von dieser Inkarnation?

A: Weil Yvonne längst spürt, dass ihr ganz großes Lebensthema Liebe ist.
Aber sie weiß nicht mehr, worauf sie hoffen soll, sie weiß nicht mehr, wem sie vertrauen soll und sie weiß erst recht nicht, warum es so schwierig ist…

Yvonne, Liebe zu dir und zum Du, davon hast du gehört, ich weiß, nichts willst du mehr, ich weiß!

Aber je mehr du dich hingibst, um zu schmerzlicher scheiterst du? Diesem Leben als Aliki folgte ein weiteres mit einem Versprechen, dass du dir selbst gegeben hast: Nie wieder aus Liebe zu anderen deine eigenen Interessen zu vernachlässigen.

Aber der Weg der Seele führt oft von einem Extrem zum anderen, was folgte, war ein Leben, in dem du geübt hast, dich selbst zu lieben, allerdings im Ergebnis nicht weniger einsam.

Doch nun ist deine Seele aufgebrochen, die Mitte zwischen beiden Extremen zu finden, und das ist nicht leicht.
Uta, was ist Egoismus?

U: Oh, es wird weitestgehend als absolute Ich-Bezogenheit bezeichnet…

A: Gut, und was ist Duoismus?

U: Was?! Hab ich nie gehört…

A: Nein, das kannst du auch nicht, ich habe soeben eine neue Wortschöpfung kreiert.

Das wäre das Gegenteil absoluter Ich-Bezogenheit: Eine absolute Du-Bezogenheit. Beide Extreme wirken erstaunlicher Weise das gleiche Ergebnis: EINSAMKEIT.

Duoismus… absolute Du-Bezogenheit unter Missachtung des Ichs KANN es gar nicht geben!

Es gibt kein Du ohne ein Ich, sowenig, wie es ein Spiegelbild ohne jemanden gibt, der vor dem Spiegel steht…

Das ist Liebe… dass Du ist der Spiegel, dass Ich die Person, die sich davor stellt. Davon habt ihr schon gehört, dass ihr einander Spiegel eurer Wahrheiten seid.

Was spiegelt sich denn? Was ihr seid! Und genau an dieser Stelle, Yvonne, liegt das tiefgehendste Problem: Du weißt nicht mehr, wer du bist.

Wer ist denn dieses sagenumwobene Selbst, dass sich spiegeln will? Es gab eine Zeit, da kannten Menschen keinen Spiegel, dennoch war in ihnen schon genauso stark das Verlangen, sich selbst kennen zu lernen wie in euch…

Und die einzige Informationsmöglichkeit, die sie hatten, war ihre WIRKUNG, die Reaktion anderer auf sie.

Doch um über die Wirkung, die ihr auf andere habt, Rückschlüsse auf euer Selbst, auf eure Wahrheit schließen zu können, ist die Voraussetzung nur eine einzige: Eure Aktionen müssen absolut wahr sein! Ihr müsst authentisch sein.

Sagen, was ihr fühlt, zeigen, was ihr wollt, nehmen, was ihr braucht.

Die wenigsten von euch tun das! Ihr sagt, was ihr meint, sagen zu sollen, ihr zeigt, was ihr hofft, wollen zu dürfen, und ihr nehmt, was ihr glaubt, brauchen zu müssen.

So weit entfernt von euch selbst! Wie kann der Spiegel dann die Wahrheit spiegeln? Wie kann er etwas aussagen über euer wahres Selbst?

So geht es nicht! Yvonne, in der Liebe geht es nicht darum, es richtig zu MACHEN, es geht darum, richtig zu SEIN.

Ja, aber wie denn? Sein, wer du bist, jetzt, in diesem Moment deiner Wahrheit folgen. Die Schwierigkeit daran liegt darin, dass fast alle Menschen diese Wahrheit nicht mehr beachten. Sie verlieren sie, je älter sie werden, aus dem Fokus.

Stell dir vor, es hätte einen Spiegel gegeben, auf den hätte deine Mutter einen festen Umriss gezeichnet und einen anderen Umriss dein Vater und wieder ein anderer Umriss deine Lehrer usw.

Alle hätten der kleinen Yvonne gesagt: Sieh auf den Umriss, in diese Form musst du rein wachsen, genauso, nicht anders ist es richtig!

Und dein halbes Leben bemühst du dich, diesen Vorgaben zu entsprechen, du streckst dich hier und beugst dich da.

Du stellst die abenteuerlichsten Verrenkungen an, um den Umrissen zu entsprechen und irgendwann, da geht nichts mehr, da ist dir das alles ganz egal und viel zu viel und du fragst dich:

Welchen Umriss habe ich eigentlich von Natur aus? Das ist der Moment, in dem du den aufrechten Gang probierst! Natürlich gibt es Gegenwehr! Natürlich ist das ein ungewohnter Anblick, aber es ist WAHR: Das bist DU!

Wie halten also fest: Die erste Voraussetzung dafür, einen wahren Spiegel zu finden, ist, eine Position der Wahrhaftigkeit einzunehmen. Alle Schablonen aufzulösen und im aufrechten Gang davor zu stehen.

Dem Du ganz wahr zu begegnen…

Du hast als Seele nicht umsonst derart schmerzliche Erfahrungen mit dir gemacht, du hast daraus viel gelernt.

Du hast gelernt, nicht jedem gehorchen zu wollen oder sogar ganz auf deine eigenen Bedürfnisse zu verzichten. Und du hast gelernt, dass ein ausschließliches Befriedigen der eigenen Bedürfnisse nur einsam macht. Das sind sehr wertvolle Voraussetzungen zur Weiterentwicklung!

Was jetzt noch fehlt, ist SELBST-SICHERHEIT.

Ich spreche nicht davon, dass du in der Lage bist, selbstsicher zu wirken! Und ich spreche davon, dass du dir deines Selbstes sicher bist.
„Ich bin ich und so ist es gut“.

Das ist es, worum es geht: Es ist gut! Nicht vollkommen, nicht besser als andere, einfach nur gut!

Diesem Selbst kann ein Du begegnen, das seiner selbst sicher ist, das so sicher ist, sich nicht selbst aufzulösen, dass es sagen kann: Ich bin ich und das ist gut und du bist du, und das ist auch gut!

Aber zuallererst schlage ich vor, dass du zu diesem Einverständnis mit dir kommst: Ich bin ich, es ist gut.

Ich lebe, ich habe meine Träume, keine träumt so wie ich.

Und ich habe meine Wünsche, keine hat genau die gleichen, ich habe meinen Schmerz, keiner hat genau denselben, ich habe meine Freude, keiner hat genau diese: Ich bin ich und es ist gut so!

Weißt du eigentlich, wie oft du in deine Vergangenheit schaust und bereust? Und entweder mit dir oder dem Schicksal haderst? Aber warum? Alles, was war, war letztlich gut so: Gelernt, gereift, gut so!

Schau auf dich und sag es, sag: Gut so! Getan, was ich tun konnte, gesagt, was ich sagen konnte, gewonnen, verloren, aufgebaut und abgerissen, Mut gezeigt und weggelaufen, gut so!

Du findest kein Du, das Verständnis, Mitgefühl und Begeisterung für dich zeigt, wenn du nicht selbst Verständnis für vergangene Vorgehensweisen hast, Mitgefühl mit deinen Mängeln empfindest und Begeisterung für deine dir geschenkten Talente hast.

Das hat mit Egoismus nichts zu tun, Egoismus ist die Überhöhung des Selbstes, ist die geläufigste Form der Gottesferne.

Sich seines Selbstes sicher sein, das ist Gottes-Dienst.

Aus dieser Akzeptanz dessen, was du warst, kann Liebe wachsen, das ist die Basis dafür, eine liebende Seele zu werden und ich möchte dir so gerne dabei helfen!

Liebe Yvonne, magst du es wagen? Magst du dich auf das große Abenteuer einlassen, dich kennenzulernen? Magst du dich auf die große, wilde Fahrt zu dir hin begeben?

Dann komm, nimm meine Hand, lass mich dich lehren. Nichts will ich lieber tun, als dies!

U: Danke, Antoine, ich hoffe, dass Yvonne versteht, was du meinst.

A: Machst du dir Sorgen über Verständigungsprobleme (lacht)? Das solltest du nicht tun. Ich spreche von einem Grundgesetz der Seele!

Jede Seele, die daran erinnert wird, spürt es in sich: Aus der Liebe zu sich selbst wächst die Liebe zum Du! Aus der Liebe zum Du wächst die Liebe zum Ganzen.

Yvonne hat längst ein Gespür dafür, eine Sehnsucht dorthin. Was ihr fehlt, ist die Kenntnis darüber, dass sie WIRKLICH bei sich anfangen muss! Dieser Weg lässt sich nicht am Ziel anfangen. Niemand kann wahrhaftig liebend sein, der sich selbst nicht liebt.

Wer sagt, dass er Gott und die Schöpfung liebt, sich aber selbst nicht akzeptiert, der lädt sich eine Bürde auf, unter der er zerbricht!

Wer sagt, dass er die Menschen liebt, ohne sich selbst zu akzeptieren, ebenso! Die Reihenfolge führt vom Ich zum Du, zum Wir.

U: Ich würde jetzt gerne Yvonnes Fragen stellen.

A: Gut!

U: Yvonne fragt, wie sie ihre Potenziale und Fähigkeiten leben kann?

A: Yvonne, deine größten Potenziale liegen in deiner Fähigkeit, soziale Zusammenhänge zu erkennen.

Du hast ein sehr gutes analytisches Gespür für das, was in Gruppen notwendig ist. Was dich aber immer wieder hindert, ist, dass du von dir selbst absolute Wahrheiten erwartest und das ist viel zu viel verlangt.

Es gibt nichts Absolutes, alles, was diesen Anschein erwecken will, ist destruktiv!
L
eben ist immer individuell.

Keine Angst mehr davor zu haben, weil du wahrhaftig verstanden hast, dass alles, was du gibst, dein GUT ist, mehr niemand verlangen kann! Das ist der Weg!

Yvonne, ein Vorschlag von mir: Was meinst du, wäre es nicht schön, wenn du dich einfach auf die Freude IM TUN beschränken würdest statt auf das Resultat?

Wenn du die Dinge, die du tust, einfach um des Tuns willen machst? Versuch es nur! Wie viel Freude könntest du haben!

Deine Potenziale und Fähigkeiten leben, das tust du. Aber solange du es tust, mit der an dich selbst gerichteten Pflicht, es GENAU richtig zu tun, hemmst du dich selbst.

Das weißt du auch schon, es ist gar nicht wichtig, WAS du tust, sondern das es DEINE Art ist, WIE du es tust. Nicht was, ist entscheidend, dir steht alles frei, sondern wie du dich dabei fühlst, was dich treibt, leitet, erfüllt.

Ich werde dir nicht sagen: Konzentriere dich auf dieses oder jenes.

Ich sage dir aber: Was immer du machst, tu es aus Freude am Handeln und aus Liebe zu deinem Selbst und zum Du! Es ist gut, dass du experimentierst, das ist deine Art, aber in dir ist eine Seelenwahrheit, die dir immer wieder vorschreibt, es RICHTIG machen zu müssen.

In der Weise ist deine Seele wie ein fünfjähriges Kind im Sandkasten, das – während alle anderen Kinder munter ihre Burgen bauen – mit einer Bauzeichnung beginnt, und statt lustvoll mit dreckigen Händen im Sand zu graben, einen Zollstock anlegt…

Liebe Yvonne, was du verbessern könntest, wäre die pure LUST am Tun zu entfalten. Lust haben… Luuuuuuust!!! Das wäre LUSTIG!
Kreativität ohne Lust ist Qual, wer will die? Wer hat dir die Schablone auf den Spiegel gemalt?

U: Die nächste Frage ist: Wie kann ich in diesem Leben eine dauerhafte glückliche Partnerschaft finden, in der beide mit- und aneinander wachsen können?

A: Yvonne, ich denke, darüber habe ich dir viel gesagt. Die Frage ist: Wem folgst du nach?

Deine Seele hatte den Wunsch, sehr viel über Liebe zu lernen, als sie wieder inkarnierte.

Die ersten Menschen, die dich über Liebe prägten, waren aber trotzdem genau diese! Warum? Wer sagte der Seele: Liebe Yvonne, Frauen finden in der Ehe kein Glück?

Du hast einen Entwicklungspunkt erreicht, in dem es wie nie zuvor um wirkliche Individualisierung geht. Ich spreche überhaupt nicht über Emanzipation, die brachte genauso viel neue Zwänge mit sich wie die alten Systeme.

Ich spreche davon, DEIN ganz individuelles Frau sein zu finden. Du hast es noch nicht. Was ist das eigentlich: Frau sein… die Yvonne-Frau sein. Keine andere Frau ist genau wie du und du musst nicht genau so sein wie eine andere.

Wenn du darüber nachdenkst, denk daran, dass es nicht darum geht, ABSOLUT zu sein, leg dich nicht fest, lass es zu, dass dein Frau sein sich wandelt! Lass es zu, dass du wechselnde Bedürfnisse hast, sogar scheinbar unvereinbare.

Lass das alles zu und mach Frieden mit diesem Sosein.

Aber ehe du das kannst, wirst du dich von den Vorgaben der Ahninnen trennen müssen! Der gedemütigte Stolz der Frauen, das ist ein Thema in deiner Sippe! Das ist eine zu erfüllende Prophezeiung! Widersprich ihr: Du bist du!

U: Yvonne fragt, wie sie in dieser Inkarnation ihre Erfüllung findet.

A: (Lacht) Indem du lernst, deiner Freude im Sein zu folgen. Aber das willst du gar nicht wissen, du hoffst auf eine Antwort, die deinem Leben Sinn gibt.

Yvonne, könnte es sein, dass du den Sinn längst erfüllst? Dass jeder Tag Sinn hat?

Du bist ein Mensch, der immer, so lange er lebt, das Abenteuer Mensch sucht! Du willst soviel darüber lernen, und auch, wenn es banal scheint, deine Aufgabe ist es, die Liebe zu leben. Nicht zu durchdenken! Das kannst du gut, zweifellos. Nein, die Liebe zu leben, lustvoll, auf das TUN und erleben konzentriert, dich liebend, das Leben liebend, die Welt liebend …

Das ist deine Aufgabe: Inmitten der Menschen dein Herz füllen. Eine fröhliche Liebende zu sein, dass ist das Ziel!

Oh, nein, nein, dazu braucht es nicht die „richtigen“ Anderen. Dazu braucht es erst einmal ein Fröhliches: Ich bin ich und das ist gut so!

U: Yvonne fragt, ob du ihr einen Tipp geben kannst bezüglich neuer beruflicher Wege, der sie nährt und an dem sie mit ihrem Sosein einen Beitrag zum Leben und zur Schöpfung leisten kann?

A: Ich will dich nicht vor der Zeit festlegen, die Gefahr, dich dann wieder unter den Druck des absolut Richtigen zu stellen, ist zu groß.

Aber ich möchte dir noch einmal sagen, dass deine größte Begabung darin liegt, anderen zu helfen, mehr über sich selbst und die Zusammenhänge des Zusammenlebens zu erfahren, ihr Bewusstsein für sich selbst also zu stärken.

Wie unerträglich schwer es ist, am Wert des eigenen Soseins zu zweifeln, weißt du so gut!

Und aus diesem Wissen wächst Mitgefühl und aus dem Mitgefühl der Wunsch, zu heilen und aus diesem Wunsch kann die Kraft wachsen, Neues entstehen zu lassen. Mehr möchte ich dazu nicht sagen.

U: Kann sich ihre Medialität in der Kommunikation mit Tieren fruchtbar entfalten?

A: Es geht um Menschen! Menschen und ihre Einbindungen, dazu gehören auch Tiere… aber nicht nur.

U: Dann möchte ich mich jetzt bei dir bedanken, Antoine, ich hoffe, dass wir Yvonne helfen konnten…

A: Yvonne, Temperament und Durchsetzungsstärke, Mut und Ausdauer, alles wunderbare Geschenke. Liebe zur Schöpfung, Mitgefühl mit den Mitgeschöpfen, alles das hast du!

Aber all das ist nicht genug, wenn du dich nicht selbst so liebst, wie du bist! Sei wahrhaftig! Ich bin, die ich bin und so ist es gut!

Das ist dir gleichzeitig selbst die Aufgabe UND das Geschenk, dass du anderen machen kannst. Niemals ist eine Entwicklung der Seele einseitig, immer zieht sie andere mit. Sag selbst, ist es nicht wunderbar?

Ich bin heute als Antoine gekommen, aber wir hätten noch viele andere Varianten.

Ich bin als Lehrer gekommen, verzeih mir, wenn ich zu sehr doziert habe. Aber ich bin auch der alte Weise und ich bin auch der treue Bruder…

Ich bin, der ich bin! Und doch hinter allen Spiegelungen treu und gewiss des Weges.

Auf Wiedersehen, Uta!

U: Auf Wiedersehen, Antoine! Danke!