Die Lehre von der Liebe

0028: Mitgefühl ist der größte Motor, den ihr euch vorstellen könnt.

Mitgefühl ist der größte Motor, den ihr euch vorstellen könnt.

Mit Mitgefühl lassen sich Berge versetzen.

DEIN Ziel hast du schon vor deiner Geburt angegeben: Lebensfreude.

Gib deiner Wut Ausdruck, schreibe, rede, hadere ruhig und dann erst:
Erst dann bedenke, dass es dich letztlich viel gelehrt hat.

Engelkontakt


Ich bitte meinen Guide, mich mit dem Guide von Andrea zu verbinden, Andrea bittet um diesen Kontakt.

Ich stehe in einem großen Park, links geht der Blick auf einen See, rechts ein sehr schönes weißes Haus, mit einer großen Veranda und Säulen davor. Eine geschwungene Treppe geht dort zum Rasen hinunter. Oben auf der Treppe steht eine Frau und winkt mir, näher zu kommen. Hinter mir eine kleine Frau in einem grauen Rock und altrosa Pullover, sie versucht mich zu halten, zieht mir am Pullover. Ich bin sicher, dass es deine Oma ist.

U: Was soll das? Hör auf damit!

O: Ne, du darfst nicht mit der da reden, das fehlt grade noch! So eine!

U: Das ist eine Guidin, du bist nicht einmal das!

O: Die war nichts und ist nichts, das ist nicht der richtige Umgang für meine Kleene!

U: Das darfst du nicht entscheiden!

O: Doch!

U: Nein, aber du darfst dich da hinsetzen und zuhören, was wir reden, aber misch dich nicht ein!

O. Ich lass mir doch nicht den Mund verbieten!

U: Willst du, dass Andrea geholfen wird oder nicht?

O: Na doch, ich helfe ihr doch!

U: Bis jetzt nicht…

O: Na doch!

U: Jetzt sei doch brav, schau, wenn es dir nicht gefällt, was die Guidin deiner Kleinen sagt, kannst du das ja hinterher korrigieren, einverstanden?

O: Ne, so eine! Da hör ich gar nicht hin!

U: Dann kann ich dir auch nicht helfen, dann musst du jetzt schweigen.

O: Na gut, aber nur dies eine Mal!

U: Schön, dann setz dich jetzt und sei still!

O: Ich meine es ja nur gut!

U: Ja klar, das ist ja auch ganz lieb von dir, aber jetzt setz dich halt hin!

Widerwillig setzt Oma sich auf eine Bank, sie schlägt die Arme unter und schaut über den Brillenrand zu uns herüber. Es dauert eine Weile, ehe ich mich aus ihrer Anwesenheit lösen kann.

Sie lastet, wie alle Anhaftungen das tun, allerdings nicht so schlimm wie externe Beltseelen.

Es ist etwas mühsam, für mich die Treppen hochzugehen, aber mit jeder Stufe wird es etwas besser.

Endlich stehe ich auf der Veranda der Guidin gegenüber. Sie hat eine sehr, sehr liebevolle Ausstrahlung. Ein fröhliches, rundes Gesicht, rotblondes Haar, das hochgesteckt ist und ein grünes Kleid , das im Stil der Belle Epoche ist. Ihre Augen sind hell, grün/blau, ihr Gesicht leicht gerötet. Sie ist ein wenig mollig. Strahlend heißt sie mich willkommen.

G: Na, hat dich unsere liebe Eingangswärterin durchgelassen?

U: Ja, wieso darf sie das?

G: Schau, es ist vielleicht der beste Weg für Anna, loszulassen, wenn sie zuhören darf. Sie meint es wirklich gut, nur: Es IST nicht gut für Andrea, was von ihr kommt. Andrea braucht keine Einschränkungen und Urteile, sondern Hilfe dabei, sich zu akzeptieren. Wie sie IST, wie sie war, um zu werden, was sie sein möchte.

Aber ehe ich darauf weiter eingehe: Hast du gemerkt, was Anna von mir hält?

U: Ja, nichts!

Guidin lacht: Genau! Ich bin Anita, das hier ist Schweden 1886 und das ist mein kleines Schloss, wie ich es gerne nenne. Komm mit rein, dann verstehst du, warum Anna nichts von mir hält (lächelt).

Wir betreten das Haus durch zwei große Flügeltüren: Ein Salon, gefüllt mit rot bezogenen Möbeln, große Gemälde, Klassiker mit mehr oder weniger leicht bekleideten Damen. Drei Frauen, die jünger sind als Anita, sitzen hier und unterhalten sich. Plötzlich betritt ein Herr mit Zylinder und hellem Gehrock den Salon, eines der Mädchen erhebt sich und schmiegt sich an ihn.

Anita schaut mich von der Seite an: Ja, genau! Schreib es ruhig!

Das hier ist ein Bordell. Um genauer zu sein: MEIN! Bordell.
Verstehst du jetzt, warum Anna nicht will, dass du mit mir redest?

U: Oh, ja…

A: Denkst du wie sie?

U: Nein.

A: Nein, das tust du nicht und warum tust du das nicht? Weil du weißt, dass es mehr gibt als eine vordergründige Moral…

Es gibt eine Ethik des Herzens, die nicht darauf beruht, was jemand tut, sondern was die Motivation seines Handelns ist.
Alles, was wir aus reinem Herzen tun, ist gut getan.
Alles, was wir tun um Mitgefühl zu leben, ist gut getan.

In diesem Sinn war das Leben hier ein gutes Leben, vielleicht mein bestes überhaupt.

Wie so viele begann ich meine Laufbahn aus einer großen Not heraus, aber wie nur wenige begriff ich schnell die Not so vieler Männer, die sich an mich wandten.
Sie baten um Sex!

Aber was sie suchten, was ihnen wirklich fehlte, war weibliche Zuwendung. Sie waren schon derart desillusioniert, das sie darauf GAR NICHT mehr hofften…

Ich will nicht meine ganze Lebensgeschichte erzählen, es würde zweifellos einen Roman füllen, ich will vielmehr auf das Motiv zu sprechen kommen, das mich bewog, aus dem anfänglich so verhassten Gewerbe schließlich meine Berufung werden zu lassen.
Man mag freilich sagen: Eine wie ich KANN nur eine Berufung haben: Gelderwerb. Aber das ist nicht wahr…

Ich für meinen Teil hätte mich zur Ruhe setzen können und in angenehmen Wohlstand gelebt.

Doch ich machte etwas anderes: Ich sah die Einsamkeit der Männer und ich gründete ein Haus, in dem vor allem diese Einsamkeit Linderung erfuhr!
Sex konnte, wenn die Dame zustimmte, dazu kommen, aber nicht in der groben Weise, wie es üblich war.

Die Damen meines Hauses bekamen eine umfassende Ausbildung von mir. Am Ende waren sie bewandert in Philosophie und Religionen der Welt, sie kannten die gesellschaftlichen Zwänge jeder Klasse und sie hatten von mir die Kunst der indischen Liebe erlernt.

U: Der indischen Liebe?

A: Tantra nennt ihr das (lacht über meine Verblüffung).
Ich lebte zwei Jahre mit meinem Mann in Indien, er war Brite. Wir lernten dort beide die Kunst der Liebe, leider ging er früh ins Jenseits.
Aber als ich – so früh zur Witwe geworden – in meine Heimat zurückkehrte, da hatte ich meine Mission gefunden.

Weißt du, DARUM geht es: Ich möchte Andrea helfen, ihre Mission zu finden.

Sie ist mir durchaus ähnlich: Wenn sie etwas macht, dann richtig! (Lächelt.)
Das Problem ist nur: Wie findet sie das? Ja? 

Wie findet man seine Mission? Mit der eigenen Herzensfreude, nur so! Nie anders!

Wenn jemand aber nun NIE! – egal welchen Beruf er sich denkt – Herzensfreude empfindet?
Dann gibt es nur zwei mögliche Ursachen: Entweder es ist überhaupt nicht seine Berufung, durch seine Tätigkeit seinen Sinn des Lebens zu finden…
Oder er hat nicht den MUT, seinen Sinn zu sehen.

Siehst du, ersteres regelt sich letztlich von selbst: Man fängt irgendwann an, den reinen Broterwerb allein als notwendige Beigabe des Lebens zu sehen und findet seine Herzensfreude auf anderen Gebieten.

Aber wenn man nicht genug MUT hat, seine Berufung zu sehen, dann muss man einmal schauen, was einem solche Angst bereitet! Und das ist bei meiner Andrea der Fall.

Alles, wirklich alles, was ihr in eurem Leben tut, hat seinen Sinn!
Wenn ihr auf euer Leben zurückblickt und bedauert, dies oder jenes getan zu haben, dann ist dann so, als würde ein Schüler bedauern, lesen gelernt zu haben, weil er eben doch nie Bücher liest! Das ist doch Unsinn, nicht wahr?!

U: Ja klar.

M: Ja. Dir ist das heute klar, aber war es dir auch vor zehn Jahren klar?
Na siehst du!

Wenn ihr berufen seid, dann schaut euch alles an, was ihr bisher getan habt, wirklich alles!
Und überlegt euch einmal, was ihr gelernt habt, wertet nichts ab.
Sondern ehrt die Schule des Lebens, die euch diese Lektion erteilt hat und ehrt euch als fleißige Schüler, die ihr euch bemüht habt, eure Lektion daraus zu lernen, so gut es euch möglich war.

Dann nehmt all das und schaut, für welche Probleme es euch sensibilisiert hat!
Was euer Herz bewegt hat, was einen Nachhall hatte in euch!

Das tat ich auch.
Zwei Umstände hatten mich tief bewegt:
1. Die hoffnungslose Einsamkeit der Männer meiner Zeit und
2. Die hoffnungslose Ehrlosigkeit meiner Kolleginnen.

Beides hatte meine Seele zu echten Mitgefühl bewogen. Als Drittes kam meine wunderbare Erfahrung mit einer völlig anderen Moral und Ethik, die ich in Indien erlebt hatte, dazu.

Ich hatte – das wurde mir klar – den Schlüssel dazu in die Hand bekommen, denen zu helfen, die mir so sehr Leid taten.

Mitgefühl ist der größte Motor, den ihr euch vorstellen könnt.
Damit lassen sich Berge versetzen.

Wer aus echtem Mitgefühl handelt, der wird nicht müde, der ist fröhlichen Herzens selbst im tiefsten Elend.
Und warum?
Weil er vom ohnmächtigen Zuschauen zum handelnden Helfer werden darf. Was für eine Freude ist das der Seele!

Aus der Ohnmacht heraus wachsen, aus dem Mitleid zum Werkzeug Gottes zu werden, das ist der Himmel in uns, der nach außen wirkt!

Und genau das ist es, was Andrea sucht! Sie hat ihn ja in sich: den Himmel.
Alle Zuversicht, alles Mitgefühl, alle Gerechtigkeit, der Himmel trägt sie in sich.

Das ist eine Seele, die so viel Liebe in sich trägt, dass es kaum möglich scheint, dass so etwas wahr sein kann.

Aber: Das ist dass, wovor ihr auch Angst ist.
Das DARF man nicht!

Es ist unvernünftig und äußerst unklug, so viel Menschenliebe zu haben.
Das ist etwas, was man, wenn man nett ist, mit Naivität beschreibt, wenn man weniger nett ist, nennt man das Doof (lacht).

Weißt du, erzogen wurde sie zu einer, die vor allem auf eines zu achten hatte: Persönliche Sicherheit. In ihrer Familie konnte man nur dann wachsen, wenn man auf die eigene Sicherheit bezogen war.

Also bekam dieser Wert oberste Priorität und Menschen so zu lieben, wie sie es tut, das ist ganz sicher nicht die oberste Sicherheitsstufe!
Das kann sogar als Leichtsinn ausgelegt werden, wie unsere Anna es gerne tut.

Irrtum! Wer sein Leben lang sein Mitgefühl versucht, zu rationalisieren, zu portionieren, der lebt wahrlich unsicher.
Das kostet Kraft! Lebenskraft!

Aber bitte, Liebe, denk jetzt nicht: Dann wird jetzt munter drauf los geliebt ohne Rücksicht auf dich!
Andrea, es gehört nicht umsonst zu deinen Lebenserfahrungen, dass du in der Liebe – auch in der Nächstenliebe – zuviel bezahlst, wenn du rücksichtslos mit dir umgehst.

Weißt du, mein Herz, das hast du getan: Dich verschenkt – ganz und gar – in mehr als in einem Leben hast du das getan…
Und es ist nie gut ausgegangen.

Bist du jetzt verwirrt? Erst sage ich, man soll sein Mitgefühl nicht portionieren und dann sage ich, es ist nicht gut, sich zu verschenken?
Was denn nun?

Die Lösung, Liebling, die gleichzeitig dein Auftrag ist, liegt in der Mitte zwischen beidem.

Ohhhhhhh, DAS ist schwierig! 

Nein, ist es gar nicht, Kind.
Wenn wir auf unbekannten Wegen gehen, dann brauchen wir eine Landkarte, nach der wir uns richten können.
Ja, das leuchtet ein, nicht?

Ihr habt da in euren Wagen diese Navigationssysteme.
Also: Stell dir vor, du sollst zu einem dir völlig unbekannten Ort fahren. Du kennst den Namen des Ortes, er heißt: Lebensfreude!

(Von weitem ruft Anna dazwischen: Alles Lug und Trug, den gibt’s ja gar nicht!)

Anita lächelt: Doch, diesen Ort gibt’s, da wohnen zwar nicht viele, aber das liegt an den Navigationsgeräten…
Deine Oma ist so ein Navigationsgerät: In ihrem System kommt der Ort also gar nicht vor…
Orte, die sie dir anweisen kann, sind Sicherheit, Anstand, Wohlstand, Bescheidenheit…
Das sind auch ganz nette Orte, aber die sind gar nicht DEIN Ziel!

DEIN Ziel hast du schon vor deiner Geburt angegeben: Lebensfreude.

So, und nun kommen die Navigationssysteme:
Das eine System heißt: ANGST, ZU VERLIEREN…
Und das andere System heißt: ANGST, NICHT LIEBENSWERT ZU SEIN.

Beide Systeme sind total verrückt! Sie bringen dich in alle möglichen Sackgassen!
Führen dich über riesige Umwege, so dass dir das Benzin ausgeht…
Sie führen dich immer und immer wieder im Kreis herum und obendrein hat dir auch noch irgendwer auf der Strecke gesagt: Immer deiner Angst nachgehen, dann liegst du richtig!

Die Angst, zu verlieren, was man in der Hand hält, die macht die Menschen unfähig, zu ergreifen, was ihnen als Geschenk angeboten wird!
Und die Angst, nicht liebenswert genug zu sein, die macht die Menschen unfähig, die Liebe, die sie geschenkt bekommen, anzunehmen!
Sie wollen sie immer ERARBEITEN!

Ich möchte dir deshalb ein neues Navigationsmodell vorstellen, es heißt: Die Freude daran, verantwortungsvoll meine Kräfte einzusetzen!

Das kannst du! Du sollst in deinem Leben lernen, weder mit deinem Einsatz zu geizen noch ihn zu übertreiben. Beides raubt die deine Lebensfreude.
Wenn du zu wenig deines Mitgefühls geben darfst, dann freut dich schnell gar nichts mehr, dann ist alles doof (lächelt)…
Und wenn du zu viel deines Mitgefühls verteilst, dann verzettelst du dich, bist erschöpft und müde und wieder ist es nichts mit der Lebensfreude.

Es macht doch Spaß, einzuteilen!
Es macht doch Spaß, mit so etwas Wundervollem wie deinem Mitgefühl zu wirtschaften!

Ich habe das hier auch getan. Den Ausgleich zwischen Geben und Nehmen schaffen, das macht doch Freude, das ist so eine schöne Lebensaufgabe.

Weißt du warum? Weil sie allen Beteiligten die Ehre gibt!

Im Grunde deines Herzens ist nichts, aber gar nichts neu für dich, was ich hier sage…
Das Einzige, was vielleicht neu ist, ist die Beurteilung der Berufung.

Ich möchte, dass du dich für nichts, was einmal war, schämst!
Sondern vielmehr, dass du diesen Erfahrungen die Ehre gibst!
Das geht über das „ich schäme mich nicht“ hinaus!

Gib dem, was du gelernt und erfahren hast, die Ehre!

Es ist der menschlichste aller menschlichen Bereiche, auf dem du dich geübt hast. Wenn du mich fragst, wer die Hilfsbedürftigsten in deiner großen Stadt sind, dann sage ich: die Einsamen.

Schau dich genau um: Wo sind sie die Einsamen? Meinst du, sie sind nur dort, wo körperliche oder materielle Not herrscht?
Glaubst du das? Sieh dich um, schau genau hin!

Wenn du mich fragst, was deine größte Begabung ist, dann sage ich: Deine Fähigkeit, Herzen aufzuschließen.

Die Herzen der Einsamen sind ummauert! Wie hoch, wie fest diese Mauer doch ist!
Und du hast die Gabe, diese Fassade zu stürmen!
Vielleicht nur einen Moment, aber vielleicht auch endgültig!

Liebe Freundin, ich bitte dich: Ehre diese deine Fähigkeit, werde teil an dem Netzwerk derer, die sich um die Einsamen kümmern und schau bitte ganz neutral in deine Welt.
Sag nicht so schnell: Die Alten, die Armen , die Kranken…
Es finden sich genug für jene. Schau dich um!

Es gibt eine Einsamkeit, die schlimmer ist: Sie ist nicht so offensichtlich, sie wird verdeckt durch materiellen Wohlstand, durch elitären Status.
Was die versteinerten Herzen hier wirken, ist verheerend für alle.

Es braucht Herzensöffner wie dich! Es braucht solche, die sich gut auskennen mit den tiefsten menschlichen Bedürfnissen.
Mehr darf ich dir zu deiner Richtung nicht sagen.

Du hast IMMER Angst davor, zu verarmen. Diese Angst ist sowohl in deiner Familie als auch in dir als Seele uralt, aber diese Angst minderst du, indem du nicht die allgemeinen Wege gehst, sondern deine Ungewöhnlichkeit ehrst!

Angst, nicht sicher zu sein, ja, das kennst du, da bist du Experte…

Aber weißt du; Es ist genau diese Angst, die Menschen so einsam macht!
Was hättest du denen alles zu geben.

Die Männer die hierher kamen, waren getrieben vom Verlust ihrer finanziellen Sicherheit. DAS! und nur das bestimmte ihr ganzes Leben!
Sie waren Herren und sie waren Sklaven ihrer Angst. 
Sie waren ganz einsam, nirgendwo wurden sie geehrt für ihre Seele, aber überall für ihren Besitz.
K
ann man einsamer sein?

So, nun habe ich dir Anregungen genug gegeben.

Du bist es, die jetzt ihren Weg finden muss und zwar in dem sie ihrer Lebensfreude folgt. (Lächelt.)

Uta, schau zu Anna!

Vor Anna steht ein Guide, er nimmt sie in den Arm, er sagt: Sie hat getan, was ihre Ahnen verlangten.
Die Wahrheit ihrer Ahnen war: Anständige Menschen sind arm. Sie braucht Andrea jetzt nicht mehr hindern…
Es ist vorbei, sie kommt mit mir. Danke!

U: Ja, dann bedanke ich mich bei dir, Anita, dann war es ja gut, dass die Anna das miterlebt hat, was du sagst.

A: Ich danke dir, es war unangenehm für dich, so zerrissen zu sein, das wissen wir.
Wie gesagt: Das Einteilen von Kräften ist wichtig, für dich auch!
Ich soll dir sagen, dass Irmingardi auf dich wartet!

U: Okay, danke. Darf ich dir jetzt die Fragen von Andrea stellen?

A: Ich denke, die habe ich fast beantwortet: Ich bin (ja, ich lese IMMER mit!) ihr Guide, weil ich mit ihr die tiefste Verbindung habe:
Wir sind Seelen, die TUN müssen: Wir sind Schöpferseelen, die handeln, schaffen, wirken!
Das ist, was wir tun: die Schöpfung vorantreiben.

Deine karmische Verbindung zu deinen Eltern, mein Herz?
Es tut mir leid, aber es ist keine da!

Ihr werdet nicht immer in Familien geboren, in die ihr karmisch verbunden seid.
Aber sie zwangen dich dazu, deinen Wert zu sichern, ohne dich aufzugeben, das war sehr, sehr wichtig.

Du hast dich, weil du so sehr liebtest, so oft aufgegeben. Diesmal hast du sehr gut gekämpft!

Ich weiß, wie schwer es war, ich weiß um jede deiner Tränen.
Ach, Kind, es sollte vorbei sein, ja?
Sie handeln, wie es ihr Plan war, du, wie der deine ist.

Du bist erwachsen, du bist du und das ist liebenswert, glaub mir.

U: Woher kommen ihre chronischen Schmerzen?

A: Aus der Wut, die nicht sein darf! Du darfst ruhig wütend sein! Es ist erlaubt, hab keine Angst.
Du bist traurig und du bist wütend, weil sie dich so allein gelassen haben. Aber es ist doch vorbei!
Es war nie Recht, wie sie dich gar nicht bemerkt haben, dich und deine Bedürfnisse…
Aber es ist doch vorbei!

Gib deiner Wut Ausdruck, schreibe, rede, hadere ruhig und dann erst: Erst dann, bedenke, dass es dich letztlich viel gelehrt hat.

Zurzeit bist du wie eine, die sich selbst schlägt.
Das darfst du nicht, ich sage der kleinen Andrea: Du bist ein wunderbares Kind!
Ich sage der jugendlichen Andrea: Komm her, du kleiner, aus dem Nest gefallener Vogel, du bist so liebevoll!

Ich sage dem Seelenteil in dir, der so schwer gedemütigt wurde, dass er nie wieder glauben will, dass er wirklich liebenswert ist: Dir ist alles verziehen.

U: Was kann sie beruflich tun?

A: Beraterin kann sie werden in Sachen Lebensfreude, in menschlichem Zueinander, Helfer der Einsamen. Mehr kann und darf ich nicht sagen.

U: Dann möchte ich mich herzlich bedanken, Anita, und ich hoffe, wir konnten Andrea helfen. (Anita lächelt und gibt mir ein Motorradmodell.)

Mein Weihnachtsgeschenk: Es ist wichtig, Ziele zu haben.

Ach, Uta, du weißt ja wieder nicht, was das ist.
Das ist eine Harley, Andrea, die kann ich dir nicht schenken, aber das Ziel schon.