Medialenarbeit

0091: 1890 n. Chr. – England im Viktorianischen Zeitalter, Thema Anders sein

1890 n. Chr.:
England im ausgehenden Viktorianischen Zeitalter,
das Thema ist Anders sein

Sie trägt ein weißes Kleid in der Mode
des ausgehenden Viktorianischen Zeitalters. 
Ihr Haar hat sie hochgesteckt, es ist fast weiß
und passt gar nicht
zu dem sonst noch recht jungen Gesicht. 
Die dunklen Augen bilden einen seltsamen Kontrast.

Schutzengelkontakt

Ich bitte meinen Guide, mich mit dem von Anita zu verbinden, Anita bittet um diesen Kontakt.

Ich gehe über einen sehr gepflegten Rasen, blühende Sträucher rahmen diesen ab. Von meinem Standpunkt aus geht der Blick auf ein Meer, das glitzernd und ruhig in der hochstehenden Sonne liegt.

Im taunassen Grass sind Fußspuren zu sehen, denen ich folge. Weiter und weiter geht mein Weg immer an der Kante des Hanges entlang, der steil zum Meer hin abwärts fällt, bis ich endlich unter einer mächtigen Rotbuche eine Frau sehe, die auf einer Marmorbank sitzt.

Sie trägt ein weißes Kleid in der Mode des ausgehenden viktorianischen Zeitalters, ihr Haar hat sie hochgesteckt, es ist fast weiß und passt gar nicht zu dem sonst noch recht jungen Gesicht. Die dunklen Augen bilden einen seltsamen Kontrast.

Seltsam, das ist genau die Wirkung, die diese Frau auf mich macht. Ich weiß das nicht zu deuten: Ist sie im positiven Sinn besonders oder ist sie völlig verrückt? Seltsam ist die Antwort in mir.

Die Dame lächelt, winkt mich zu ihr, ich soll neben ihr Platz nehmen. Plötzlich ist da nicht mehr dieses befremdliche Gefühl, es wird ruhig in mir und klar, angenehm vertraulich, ganz entspannt.

G. So, so, ich bin also seltsam, hm! Das haben viele gesagt in meiner letzten Inkarnation und das ist wahr gewesen. Ich war ANDERS, ja…

Anita, das kennst du, nicht wahr? Anders sein, fremd sich und anderen…
Aber lassen wir das vorerst.

Das hier ist eine Insel vor England, das Klima ist so mild wie in Italien und die Luft so wundervoll wie in den Alpen. Ich habe das so geliebt: Die Blumen, die Bäume, das Meer, es schien mir leichter, als Menschen zu lieben. Das lag daran, dass ich noch nicht verstanden hatte, dass alles gleich ist.

Ein Mensch ist auch wie ein Baum und wie eine Katze, die sich in die Sonne legt.

Menschen haben alles in sich, was außen um sie ist, aber davon wusste ich noch nichts, als ich hierherkam. Ich wusste nur, dass ich den Menschen fremd bin und sie mir und dass ich niemals mehr eine Brücke zu ihnen suchen wollte. Ich war so müde, so müde davon, zu verstehen…

Immer ging ich zu weit mit meinen Mitmenschen und immer gingen sie nie weit genug mit mir, so war das. Deshalb sprach ich mit Bäumen und Rosen und Katzen und Vögeln und es war mir ganz egal, wie seltsam man mich fand.

Mein Gatte hatte es aufgegeben, mich verstehen zu wollen und er war es leid, mich erklären zu müssen. Also wurde ich meiner gesellschaftlichen Pflichten entbunden und durfte hier auf der Insel leben, während er in London sein Leben ohne mich weiterführte. Das war keine Demütigung für mich, im Gegenteil! Es war eine solche Erleichterung!

Meine Kinder waren erwachsen und auch sie waren froh, dass ich mich in ihren Kreisen nicht mehr seltsam benahm.

Einmal hatte mein Sohn Charles seinen Freund zu Besuch, ich denke, beide waren etwa 12 Jahre alt. Und ich hörte, als er die Treppe herauflief, wie er seinem Freund zu flüsterte: Weißt du, meine Mutter ist ein bisschen seltsam, aber sie ist in Ordnung. Sei einfach nett, du musst keine Angst haben…

Bis dahin wusste ich gar nicht, dass ich Angst auslöste. Aber Menschen, die anders sind als andere, die lösen Angst aus. Das muss man verstehen: Alles Sonderliche löst Angst aus, besonders bei denen, die sich ihrer Grenzen nicht wirklich klar sind.

U. Was war denn das Seltsame in dir?

G. Ich war ehrlich! (Lacht.)

U. Das verstehe ich nicht…

G. Ich konnte nicht lügen, nicht einmal schmeicheln. Und ich konnte nicht verstehen, dass so was ein Problem ist. In deiner Zeit hätte man bei mir ein Asperger Syndrom diagnostiziert. Ich verstand die Regeln der permanenten Täuschung einfach nicht.

Aber das war gut, denn meine Seele wurde gerade durch dieses Leben in der Befremdlichkeit zum Experten für Täuschungen, bewusste und unbewusste. Ja, die Dinge sehen, wie sie sind, nicht wie sie scheinen, hm, hm.

Ja, ich will darüber jetzt weiter keine Worte verlieren, möchte aber Anita sagen, dass es durchaus eine irdische Verbindung unserer Seelen gibt. Hier auf dieser Insel haben wir einander getroffen.

Ich, die verdrehte Lady und sie, der Kutscher und alles andere, was man so braucht auf einem Landhaus. Ich nannte ihn James, ich nannte alle männlichen Angestellten James…

Aber dieser James war ganz anders als alle anderen. Er war der einzige Mensch, der mich nie seltsam, sondern interessant fand…

Die letzten dreißig Jahre meines Lebens stand mir ein Mensch zur Seite, der niemals – wirklich nie – ein Urteil über mich fällte, sondern sich die Mühe machte, zu prüfen, was ich sagte und tat. Und der so ehrlich war, wie ich es brauchte, um die Welt zu verstehen, um mich zu verstehen.

Obwohl uns zwei Generationen trennten – ich viel älter war als er – wurde er der einzige Mensch in meinem Leben, der mir wirklich viel bedeutete. Es war eine seltsame Form tiefster Freundschaft, die uns verband.

Du fragst dich vielleicht, was ich ihm zu geben hatte außer natürlich den Lohn.
Ganz einfach: Er war ein Mensch, der Schwierigkeiten hatte, sich NICHT täuschen zu lassen! Einer, der intuitiv erfasste, was das Gegenüber erreichen wollte, ohne sehen zu können, was es zu verdecken versuchte. Empathisch würdet ihr heute sagen, hoch empathisch…

Wir hatten also beide das, was dem anderen fehlte. Und für uns beide war es eine Gnade, einander getroffen zu haben.

Anita, Empathie ist eine wundervolle Gabe, genauso wie Realismus eine wundervolle Gabe ist, doch beides EINSEITIG, ist sehr schwer zu leben.

Was macht empathisch? Nun, ein Mangel an Abgrenzung: Die ICH-Wahrnehmung und DU-Wahrnehmung verschmelzen. Natürlich ist das die Voraussetzung jeder Medialität. Das ist im Grunde die Wahrnehmung, die im Jenseits ist: Seelen SPRECHEN nicht miteinander, sie tauschen ihr Ich aus…

Meine Art war das exakte Gegenteil: Mein Ich war völlig abgekapselt gegenüber den Seelen der anderen. Öffnete sich auch nur ein winziger Spalt, wurde ich derart überschwemmt von fremden und nicht zu ordnenden Einflüssen, dass ich darüber in höchste emotionale Not geriet.

Wurde James konfrontiert mit der Rationalität der anderen, geschah ihm Ähnliches. WIE KÖNNEN MENSCHEN SO SEIN?! Das sagten wir beide, nur eben jeder auf seine Art.

Liebe Anita, heute bin ich deine Begleitung. Unsere Liebe zueinander, unser Vertrauen ineinander hat dies bewirkt. Und genauso wie ich hier auf dieser Insel dir eine Hilfe dabei war, Rationales auch wahrzunehmen, ist es jetzt wieder meine Aufgabe.

Doch dazu musst du mehr verstehen, dich und die Welt.

Du musst lernen, die „Geister“ zu unterscheiden im übertragenen wie im wörtlichen Sinn. Wahrnehmen kannst du sie ohnehin, doch eine Einordnung mangelt dir. Lass mich helfen, in dem ich dir vom Wesen der Täuschung berichte.

Anita, ein Leben in der Welt ohne Täuschung ist kaum möglich. Alles, was wahr ist, ist auch unwahr. Alles Wissen – und sei es noch so gut begründet – ist nur Halbwissen.

Und so liegt es auf der Hand, dass jeder Mensch in seinem Leben, spätestens aber, nachdem er sein begrenztes Bewusstsein in der Welt verlassen hat, ENT-TÄUSCHUNG erlebt.
Man mag das bedauern, mag es sogar fürchten! Und doch entwickelt sich jeder Mensch weiter, wenn er diese Enttäuschung als Lehrer annimmt.

Ohne sie ist es kaum möglich, eine Seele mehr und mehr in die Wahrheit zu führen. Es gibt niemanden, dem sie glauben MUSS, auch nicht hier im Jenseits! Kein Argument – und sei es noch so gut – raubt ihr eine Illusion, an der festzuhalten sie beschlossen hat.

Einzig die ERFAHRENE Enttäuschung ist also als Korrektiv verwendbar. Jeder Mensch – wirklich jeder – wird damit konfrontiert, nicht als Strafe, sondern damit sich seine Seele über die eigenen Täuschungen erheben lernt und immer wahrer wird und wahrer wahrnimmt.

Es ist nicht leicht, niemand behauptet das, aber es ist unentbehrlich wichtig. Für meine Seele, für deine, für die aller anderen.

Deine Seele ist sich der fein stofflichen Welt stets bewusst, sie hat mit dem Durchtrennen der Nabelschnur nicht die spirituelle Wahrnehmung verlassen, ist sich der Gegenwertigkeit anderer Existenzen bewusst geblieben.

Selbst in jenen Zeiten, in denen der Verstand diese Wahrnehmungen ausblenden konnte, wusste doch immer etwas in dir, dass es mehr gibt und dass es andere Wahrheiten gibt.

Doch während dir die „REALE“ Welt erklärt wurde, du mit jedem Lebensjahr klarere Erkenntnisse erlernt hast, wurde dir nichts über jenen Teil deiner Wahrnehmung erklärt, die im nicht Materiellen lag.

Du kennst deine Welt, weißt, dass Äpfel immer nach unten fallen, weil es Schwerkraft gibt. Du weißt, dass einem Sommer der Winter folgt, weißt, dass nachts geschlafen wird usw.

Du weißt auch, dass Menschen unterschiedlich sind im Aussehen wie in ihren Wirkungen, du weißt um die Polarität, die in jedem liegt und darum, dass es solche gibt, die du zu meiden hast und andere, die dir gut sind.

Alles das weißt du, weil du es gelernt hast! Du hast es dir abgeschaut…

Doch in der irrationalen Welt dessen, was ohne Materie ist, hattest du keine Einweisung, obwohl du dennoch auf sie gewirkt hast und sie auf dich.

Da bleibt einem medialen Menschen nichts Anderes zu tun übrig, als derartige Wahrnehmungen entweder zu ignorieren. Oder gelingt dies nicht mehr, sich versuchen, zu informieren.

Die Sache hat nur einen Haken: Während die materielle Welt BEWEISBAR ist, ist die nicht materielle Welt in ihren Wahrheiten nur über die Erfahrung beweisbar.

Und die hängt von der Erfahrbarkeit des Betroffenen ab. Da, wo du extrem empfänglich bist für diese Energien, erkennen andere nichts.

Als Beispiel: Wenn ein Tisch aus Holz in einem Raum steht, dann werden alle Menschen, die Sehen und Fühlen als funktionierende Sinnesorgane besitzen, darüber absolut einig sein, dass es sich um weichen Holztisch handelt.

Wenn aber ein Medialer den Holztisch sieht und dieser Tisch vielleicht einmal ein Ort heftigster, emotionaler Streitereien war, die vielleicht höchst dramatisch endeten, dann wird der mehr als das wahrnehmen, was von den körperlichen Sinnen her wahrnehmbar ist.

Aber es gibt nichts und niemanden, der ihm das bestätigt!

Das ist eine schlimme Situation, besonders deshalb, weil sie sich kaum von dem unterscheidet, was eine psychische Erkrankung in eurem Verstand auslösen kann.

Der einzige Unterschied zwischen einem Wahnerkrankten und einem Medialen liegt darin, dass der Mediale sich NIE! sicher ist, ob seine Wahrnehmung ein Hirngespinst ist oder Realität. Der Wahnhafte hat diese Zweifel nicht mehr, je stärker der Wahn sich ausbildet.

Der Mediale ist sich der Täuschungsmöglichkeit bewusst und wird sich dem immer bewusster. Der Wahnerkrankte wird sich immer mehr dagegen verwehren, sich zu täuschen.

Der Mediale hat es als Aufgabe, zu lernen, das Wesen der Täuschung zu verstehen! Ihm ist in besonderer Weise der Auftrag gegeben, auf das zu schauen, wohin eine Wahrnehmung FÜHRT!

Denn nur an den Früchten dessen, was er wahrnimmt, kann er einordnen, um welche Art von Energie es sich handelt. Und so braucht gerade der Mediale einen besonders ausgeprägten Grad an Realismus.

Ich möchte dir das an einem Beispiel erklären: Wenn ein Mann in deiner Stadt in der Fußgängerzone mit einem Gewehr im Anschlag irren Blickes und laut Boshaftes schreiend durch die Menschenmenge läuft, dann weißt du: Diesem Mann und dieser Situation vertraue ich nicht, besser, ich bringe mich in gehörige Distanz zu diesem Menschen!

Das deshalb, weil du gelernt hast:
1. Es gibt Menschen, die morden andere Menschen.
2. Menschen mit Gewehren im Anschlag sind potenziell gefährlich.
3. Brüllende Männer mit irrem Blick sind auch potenziell gefährlich!
4. Ich habe keine andere Möglichkeit, mich zu schützen, als mich zu entfernen.

Ganz rational schaust du auf die möglichen „Früchte“ dieser Situation und entfernst dich aus dem möglichen Schussfeld. Die mögliche „Frucht“ könnte nämlich ein Amoklauf sein.

Ganz anders sieht es aus, wenn es um die nicht materielle Welt geht. Da bist du sehr naiv! Du bist eben nicht durch eine lange Kindheit gegangen, in der du mehr und mehr gelernt hast, mit der Welt und den Wesen, wie sie sind, umzugehen.

Alles, was dir zur Verfügung steht, ist ein bunt zusammengewürfeltes Sammelsurium unterschiedlicher „Meinungen“ über diese Welt und ihre „Bewohner“. Das ist schon schwierig genug!

Noch schwieriger wird es, wenn ich hier betone, dass für die nicht materielle Welt die gleichen kosmischen Ordnungen gelten wie für die materielle. Denn in dem Moment musst du dich von einigen Illusionen verabschieden, die du in der Zwischenzeit gesammelt hast.

Auch in der nicht materiellen Welt gilt das Gesetz von Ursache und Wirkung.

Ein Amoklauf hat Ursachen, Ursachen, die in der Psyche des Täters liegen, aber auch in seinen Erlebnissen, aber auch in den tiefsten Ängsten der Menschen. Jemand, der derart verrückt wird, hat derart Verrücktes erfahren, das hat ein Ursache – Wirkung – Muster…
Nicht ist anders im „Jenseits“.

Und es gibt ein weiteres kosmisches Gesetz, dass Gleiches Gleiches anzieht, dass gegenseitige Pole sich anziehen, weil beide Pole nur die äußersten Gegensätze der gleichen Achse sind.

Der Amoklauf findet an dem Tag und dem Ort in Gegenwart der Seelen statt, die in sich die Aufgabe haben, sich dem Thema Ohnmacht und Unberechenbarkeit des Alltags zu stellen.

Ein Medialer wird das anziehen, was eine Resonanz zu Energiewesen hat, die entweder der andere Achsenteil sind oder ganz ähnlich wie er derzeit ist.

Das, was auf euch zukommt – medial oder nicht medial – ist immer etwas, was in euch lag, ist immer die Antwort auf eine Täuschung, die enttäuscht werden muss, damit es Wachstum gibt.

Versteh mich bitte richtig: Es geht im kosmischen Gesetz nie um Strafe, es geht immer um Entwicklung.

Soweit die Basisinformation.

Ich fasse zusammen: Ich bin dein Guide, weil unsere Bindung eine Ursache hat und wir jetzt die positive Wirkung erleben dürfen.

Die nicht materielle Welt ist wie die materielle Welt den kosmischen Gesetzen unterworfen, erst in sehr weit entwickelten Ebenen löst sich die Polarität aller Dinge und Erscheinungen auf. Doch selbst dort gilt noch das Ursache und Wirkung – Prinzip.

Da dies so ist, muss auch der mediale Mensch seine Wahrnehmung auf richtig / falsch kontrollieren, auf gut / böse, auf gefährlich / ungefährlich, auf dumm / klug usw.

Da Erfahrungswerte und Beweisbarkeit im Gegensatz zur materiellen Wahrnehmung fehlen, muss das Kriterium der Prüfung die letztmögliche Auswirkung im materiellen Leben sein: Infrage stellen, wohin es führt! Und dann polar einordnen!

Ein Medialer, der dies nicht weiß, wird verstrickt in Täuschungen, wird entmutigt durch Enttäuschungen und oft genug Opfer der Selbsttäuschung.

Wer umfassender wahrnimmt – und das tust du – muss einfach ein umfassenderes Wissen haben von der materiellen Welt, von der nicht materiellen Welt, von seinem SELBST. Anders ist Medialität statt einer Gabe eine Last, nicht selten sogar eine Bedrohung: für das eigene Selbst und für andere.

Ich danke dir, liebe Anita, ich danke dir sehr, dass ich klare Worte sprechen durfte.
Du weißt und ich weiß, dass ich emotionaler bin, dass ich dich in Liebe und Geborgenheit wiegen mag.

Aber heute durfte und konnte ich klar sein, weil diese hier (sie meint mich) sich der Klarheit und Rationalität der nicht materiellen Wesen nicht verschließt.

Das kann sie, weil sie gelernt hat! Sie hat das gelernt, um nicht in Gefahr zu geraten und um nicht gefährlich zu sein. Du siehst: Ursache / Wirkung.

Und nun bitte ich darum, mir die Gelegenheit zu geben, Anitas Fragen zu beantworten.

U. Gerne. Anitas erste Frage ist, warum du ihr Guide bist.

G. Weil es logisch ist, dass ich es bin. Wir beide sind als Seelen darauf ausgerichtet, die Gesetze zu verstehen, die das Werden der Welten ausmacht.

Wir beide sind Gottessucher, wenn du so willst. Ich bin ein Stück weiter als du in meiner Entwicklung. Mir ist aber dennoch meine menschliche Seele bewusst.

Auch ist mir bewusst, wer mein Selbst ist, was es ausmacht.
Auch ist mir bewusst, wohin mein Sehnen geht, so gesehen bin ich ein guter Ratgeber.

Was ich aber NIEMALS bin: dein „Meister“!

Ich bin nicht, da dich zu prüfen, nicht da, dich zu maßregeln, nicht da, dich zu nötigen, was du nicht wahrhaft willst. Ich bin da, dir bei dem, was du dir vorgenommen hast, zu helfen.

U. Ihre nächste Frage ist die nach ihrer Lebensaufgabe?

G. Lernen willst du, Anita! Lernen, was wahr ist! Das mediale Wahrnehmen mit dem Rationalen zu verbinden und mit beidem IN DER WELT zu bleiben und für diese.
Das ist deine Aufgabe, bei der ich dir helfen soll.

U. Kannst du ihr sagen, was sie für ihren Sohn tun soll?

G: Ich kann dir nicht sagen, was du für ihn tun KANNST, Anita. So wie ich dir nicht geben kann, was nicht in meinem Wesen liegt, kannst du das auch nicht.

Was also liegt in deiner Art, Mutter zu sein, drin?

Anita, eigentlich bist du eine optimistische Seele, eine, die es gernhat, Freude zu bereiten und zu vertrauen. Die will, dass andere sich erfreuen! Und wenn schon nicht das, dann wenigstens gelassen zu bleiben.

Und das ist es auch, was du deinem Sohn mitgeben kannst, sobald du selbst aufgehört hast, dich davor zu fürchten, zu seltsam zu sein.

Du suchst so sehr nach Gerechtigkeit und auch das kannst du ihm an Werten mitgeben. Dass es sich selbst in einem Umfeld, in dem gar nichts gerecht ist, lohnt, selbst fair zu bleiben…

Und schließlich, liebe Anita, kannst du ihm zeigen, was ZUSAMMENHALTEN wirklich bedeutet: Sich annehmen, wie man ist einerseits und andererseits NIE! eine Grenze aufgeben, die bedeutet, sich selbst aufgeben zu müssen.

Das alles kannst du ihm geben! Was du aber nicht kannst, ist beeinflussen, was davon und wie viel davon dein Sohn NIMMT.

Versuch, das bitte gelassen zu sehen. Auch er hat einen Guide und auch er hat sein Ziel. Du bist – auch wenn ich das nicht gerne sage und es sicher mal wieder wenig diplomatisch ist – nur ein TEIL seiner Lebensgeschichte und nur ein Teil dessen, was ihm wahr sein kann.

U. Sie fragt, wer Sina ist?

G. Mein Name ist Selina, aber das macht nichts, Anita, es zeigt, was ist: Du nimmst wahr, aber ungeordnet. Du nimmst mich wahr, aber durch den Filter dessen, was du MEINST und SUCHST.
Das ist ganz normal, wenn ein medialer Mensch sich uns öffnet. Nenn mich ruhig Sina, obwohl ich meinen Namen durchaus liebe, so wie ich schon immer den Mond geliebt habe.

U. Anita fragt, ob ein Vertrag besteht?

G. Nein, Anita. Findest du nicht, dass Verträge ganz schrecklich sind, weil sie eine offene Entwicklung anderer Möglichkeiten verhindern?

Nein? Verträge bringen Sicherheit?

Siehst du, Anita, die Sicherheit, dass ich da bin, liegt aber nicht in einem Vertrag, sondern darin, dass sich ein kosmisches Gesetz erfüllt, wenn ich es bin: Liebe zieht Liebe an, so einfach, so wirksam, so sicher.

Liebe ist unsicher? Ja, die, die du kennst, schon, die, von der ich spreche, nicht.

U. Anita fragt, ob sie verrückt ist?

G. Nein, Anita, nein, nein. Aber ungeschult und darum anfällig für Täuschungen und Enttäuschungen. Sonderbar allerdings schon, meine Liebe, wie gesagt: Gleiches zieht Gleiches an (lächelt).

U. Selina, ich danke dir sehr und hoffe, dass Anita so mehr Klarheit bekommt.

G. Anita: Ein Guide zwingt nicht, ein Guide drängt nicht, ein Guide erniedrigt und überhöht nicht, weder sich noch seinen Lebenden.
Ein Guide sucht in allem, was er sagt und tut, die Entwicklung aller Seelen zu fördern.
Ein Guide liebt die Menschheit, weil er mehr sieht als das, was ist. Er weiß um das, was werden wird mit der Menschheit, wenn sie sind, was Gott in sie gelegt hat.

Ein Guide liebt Gott in all seinen Facetten und ist in ihm stets gegenwärtig.

Ein Guide weiß aber um die schlimmste Täuschung: Die, dass die Menschenseelen sich selbst, anderen oder der Welt Gott sein müssten.

Ein Guide sagt nicht Zukünftiges voraus, doch animiert er nach den Regeln, verantwortungsbewusst mit der Gegenwart umzugehen.

Ein Guide löst nicht die Probleme der Menschen, aber hilft, Hilfe zu finden, um sie selbst zu lösen.

Ein Guide nimmt keine Entscheidungen ab, aber hilft dabei, Entscheidungen treffen zu können.

Ein Guide richtet nicht, weder seinen Schützling noch dessen Mitmenschen noch die Welt noch Gott. Doch hilft er dabei, erkennen zu können, was das Leben und Sein fördert und was nicht.

Ein Guide trennt nicht, ein Guide lügt nicht, ein Guide ängstigt sich nicht, ein Guide spricht nicht über die Geheimnisse anderer. Ein Guide will nicht angebetet werden und ist nicht zu beleidigen und zu kränken.

Trost, Geborgenheit, Zuversicht und Klarheit bringen wir!

Wir sind nicht da, damit ihr uns findet, sondern EUCH, euer Selbst. Und damit ihr wie wir lernt, begeistert zu sein von dem Teil in euch, der schon heute zurecht Gottes Kind heißt.

Unsere Aufgabe ist es, euch bei eurer Entwicklung ZU EUCH hin zu unterstützen: Täuschungen zu verlieren, aber Zuversicht zu gewinnen, von euren Überlastungen wegzukommen, aber die Lasten in Freude tragen zu können, die euch aufgrund eures Wesens leicht sind.

Und schließlich sind wir da, euch die Wege zu ebnen, auf denen ihre jene Menschen findet, dir ihr für eure Entwicklung braucht und die euch für ihre Entwicklung brauchen.

So sind wir die Hüter des Gesetzes von Ursache und Wirkung und damit diejenigen, deren heiligste Aufgabe es ist, das Nichtmaterielle in der Materie wirken zu lassen.

Ich wünsche dir, meine liebe Anita, Mut und Lust, dich deinem Selbst zu widmen.

Ich wünsche dir die Kraft und das Vertrauen, dich deiner Täuschungen zu entledigen und die Schönheit der von dir erfahrbaren Teilwahrheit zu ergreifen.

Dies ist meine Aufgabe an dir und in dir, die ich mit großer Freude leiste.

Deine Selina / Sina.