Vorgeburtliche Erfahrungen

0750: Teil 1 – Vorgeburtliche Erfahrungen eines Kindes

Vorgeburtliche Erfahrungen eines Kindes

Die 7 Stufen der Erziehung im Irdischen

Teil 1

Elia

Ich möchte euch, meine lieben Leser, damit vertraut machen, dass die Auffassung von Erziehung, die ihr heute mit euch nehmt, eine sehr subjektive ist und – sich wie alle Formen der Anpassung an die Gesellschaft zugrunde gelegt werden – auch die Erziehung eine große Rolle spielt, um innerhalb einer bestimmten Gesellschaft funktionstüchtig zu sein.

Es handelt sich in der Erziehung – so wie ihr sie kennen lernt in Schulen und Kindergärten – weitaus weniger darum, um das Individuum zu erfassen.

Selbst dann, wenn von pädagogischen Systemen die Rede ist, die angeblich die Individualität fördern.

Sondern es handelt sich sehr weitgehend darum, die Kinder einordnen zu können in die sozialen Strukturen eurer Gesellschaft. 

So würde dieses Diktat in einer anderen Gesellschaft sicherlich anders ausfallen als dieses hier der Fall ist.

Ich bitte daher, zu bedenken, dass das, was ich sage, wirklich nur für jene Leser gilt, die innerhalb unserer sozialen Struktur leben, die wir die Europäische nennen.

Dieses Channeling heute befasst sich ausschließlich damit, den Grundstein zu betrachten, die Basis, aus der heraus alle weiteren Stufen folgen werden.

Wir werden als nächstes darüber reden, wie ein Kind körperlich gefordert werden kann.

Wir werden sodann darüber reden, wie ein Kind in seine Umwelt hinein wächst und Kontakt knüpft.

Und wir werden darüber reden, wie ein Kind seine Wurzeln bekommt, damit es ein guter und starker Mensch werden kann.

Als Nächstes werden wir darüber reden, wie dieses Kind sich selbst entdecken darf, seine eigenen Fähigkeiten.

Dann werden wir darüber reden, wie wir dem Kind ein Pflichtgefühl beibringen können, ohne es zu zerbrechen.

Und als Letztes werden wir darüber reden, wie dieses Kind sich der Begegnung liebender Menschen stellen kann, wie es selber Liebe erfährt und geben kann und annehmen kann.

Diese sieben Stufen sind die Stufen jeder Erziehung.

Sie folgen dem Wachstum des Kindes, sowohl dem Wachstum des Geistes, der Seele als auch des Körpers. 

Wobei ich betonen möchte: Die Seele ist schon perfekt, sie nimmt nur auf. Sie spiegelt, aber die ist vom ersten Moment an perfekt und vollkommen.

Liebe Leser, es ist ein Individuum, das die Welt betritt: Eines, das noch verbunden ist mit allen Erfahrungen seines jenseitigen Daseins.

Es ist ein Individuum, das voller Würde ist und Ängste, Ansprüche, Wünsche hat.

Die aber – obwohl ihr sie noch nicht wahrnehmen könnt – dennoch vorhanden sind und in seinem Bewusstsein sehr zentral sind.

Selbst schon im Mutterleib ist dieses ein Mensch, der geprägt ist von einer Vergangenheit, der ausgerichtet ist auf eine Zukunft. 

Dass heißt, es unterscheidet sich in keiner Weise von euch Erwachsenen!

Es hat ein vollständiges Ich, auch wenn dieses Ich noch nicht nach außen hin deutlich wird, auch wenn dieses Ich sich noch nicht artikulieren kann, außer wenn es um Grundbedürfnisse geht.

Seid gewiss: Seine Seele ist vollständig, ist Teilseele, aber vollständig.

Und es ist sich all dessen bewusst, was um ihn herum geschieht, noch auf einer anderen Ebene, als ihr sie kennt.

Nämlich nicht über Gehirnfunktionen, über Kognitionen, über dem was gehört, gesehen und gerochen wurde und dann im Gehirn verarbeitet werden kann. 

Das Gehirn ist zu der Zeit tatsächlich ein unbeschriebenes Blatt, die Seele hingegen ist es nicht.

Und ich bitte euch, dies zu bedenken, wenn ihr ein Kind auf die Welt bringt: Ihr habt in eurem Arm eine vollständige Persönlichkeit! Leider wird dies wenig beachtet. 

So denkt man, wenn die Grundbedürfnisse befriedigt seien, sei es genug und das Kind außerhalb von jeder Gefahr. Dies ist nicht der Fall.

Die Seele des Kindes empfindet alles, was es erlebt, als wahr, als wirklich.

Dort hinterlässt jeder Eindruck seine Spur und das Kind kann das, was nicht über das Gehirn verarbeitet werden kann, nur im Unterbewussten abgelagert werden: nur im seelischen, im psychischen Bereich.

Das macht die ersten Erfahrungen, die dieses Kind macht, so sehr wichtig für die spätere Entwicklung.

Nun ist es richtig, zu sagen, dass die Prägungen, die in dieser Zeit stattfinden – und ich spreche dabei sowohl von den vorgeburtlichen als auch von den nachgeburtlichen Erfahrungen – einen Sinn im Plan des jeweiligen Menschen haben.

Diese frühen Prägungen werden sich später auswirken auf vielfältige Art und Weise: zum Guten wie zum Schlechten.

Es wird prägend sein für das, was der Mensch erwartet, wenn es darum geht, was ihm begegnet vom Du, vom Gegenüber, von der Umwelt, in der er sich befindet.

Es ist deshalb so immens prägend, weil es sich jeder bewussten Verarbeitung entzieht.

Und gerade darum ist es mir ein besonderes Anliegen, euch ganz bewusst zu machen, dass dies der Grundstock, die Basis ist für jede Erziehung, die später erfolgt.

Ihr könnt ein Kind nicht verstehen, ohne zu verstehen, dass es als Seele komplett ist , dass es als Seele begreift, was sein Gehirn noch nicht zu fassen vermag.

Diese Art von Begreifen hat es mitgenommen aus dem Jenseits, wo Kommunikation und Verständnis nur auf dieser Ebene stattfindet.

So ist es ihm ganz selbstverständlich, auf seelischer Basis zum empfinden, ob es liebevoll empfangen wird oder ob es abgelehnt wird.

Und ob es bestimmte Leistungen zu erbringen hat oder nicht, ob es ruhig zu sein hat oder nicht, ob es stark zu sein hat oder nicht.

Es empfindet seine Umwelt, es empfindet sehr genau und registriert sehr fein, was ihm entgegengebracht wird.

Wird ihm Liebe, Achtung und Vertrauen entgegengebracht, so hat man damit die Basis getroffen für eine starke Seele, die große Kraft hat und viel überwältigen kann, was ihm im Leben begegnet.

Hat man ihm jedoch Verachtung entgegengebracht, hat man ihm gar Gewalt in Form von Entzug der Zuwendung entgegengebracht, so wird man einen Menschen finden, der tiefes Misstrauen gegen andere empfindet und gegen die Umwelt an sich.

Kinder, die im Mutterleib darunter leiden mussten, dass die Mutter es ablehnte, schwanger zu sein oder große Überlebensängste hatte bei der Schwangerschaft, empfinden die Empfindung für sich als persönliche Empfindung, als echte Bedrohung ihres Lebens.

Und mit dieser unterschwelligen Bedrohungssituation werden sie immer leben, es wird sein wie eine Melodie, die leise stets im Hintergrund spielt: was immer sie tun, wie alt sie auch werden.

Ihr denkt, diese Kinder sind unbewusst. Das ist richtig: Ihr Geist hat keinerlei Bewusstsein für diese Dinge. Ihre Seele jedoch ist so offen wie nie wieder im Leben.

Ich bitte euch, lasst diese Worte sehr tief in euch nachklingen, denn es ist sehr ungewöhnlich, dass jemand sich darüber Gedanken macht, wie diese Kinder aufgefangen werden können.

Niemand kann eine Mutter zwingen, ihr Kind zu lieben, aber niemand kann jemanden daran hindern, das Kind anstelle dieser Mutter zu lieben.

Und dem Kind ist es ganz egal, von wem es Zuwendung und Geborgenheit und Achtung erfährt: Hauptsache, es erfährt es überhaupt.

Das ist die Basis all dessen, was später entstehen wird.

Ich möchte nicht jenen das Wort reden, die sagen: Das Kind sucht sich seine Eltern aus, damit es schlimme Erfahrungen macht, an denen es wachsen kann.

Auch hier spielt die Möglichkeit der Variation, der Varianten des Planes eine große Rolle.

Nicht notwendigerweise muss es tragisch sein, was dieses Kind erlebt. Belastend zwar, aber doch nicht im größten Ausmaß.

Und ich möchte euch auffordern – nicht nur die Mütter und Väter – die Anliegen der Kinder zu euren eigenen Anliegen zu machen.

Es spielt keine Rolle, wer ein Kind zur Welt bringt, aber es spielt eine Rolle, welchen Menschen dieses Kind begegnet.

Und ihr alle, die ihr Kinder in eurer Umgebung habt, seid euch dessen bewusst, dass ihr alle einen prägenden Einfluss auf sie habt.

Nicht allein in den Dingen, die ihr tut oder nicht tut, sondern auch ganz besonders in den Dingen, die ihr fühlt oder nicht fühlt.

So ist das schönste Geschenk, dass ihr einem Kleinkind – einem Baby – machen könnt: Achtung und Respekt. Ich bitte dies sehr zu bedenken!

Nicht nur die Zeit nach der Geburt ist eine wichtige und nicht nur die Eltern sind verantwortlich für das, was das Kind seelisch in dieser Zeit erfährt.

Ich möchte euch sehr darum bitten, dass ihr nicht nur den Kindern in eurer Umgebung Aufmerksamkeit schenkt, sondern auch jenen Frauen, die ein Kind in sich tragen und jenen Männern, die als Väter dazu zu stehen haben.

Diese beiden werden häufig in Zeiten der Schwangerschaft allein gelassen mit ihrer Problematik, mit ihren Sorgen und ihren Ängsten.

Ich bitte euch, wenn ihr guten Kontakt zu solchen Menschen habt, die in der Phase dieses Lebens sind, dass ihr euch mitverantwortlich fühlt für ihr Wohlergehen.

Und auch dafür, dass dort ein neuer Mensch ersteht, der den Eindrücken seiner Umwelt gänzlich ausgeliefert ist und nichts entgegenzusetzen hat, keinen Schutz.

Die Mütter, die voller Kummer in die Schwangerschaft gehen, die große Sorgen haben und die in Not sind, werden sehr häufig allein gelassen.

Damit meine ich nicht nur jene, die in einem sozialen Umfeld leben, das sehr schwierig für sie ist.

Sondern auch und ganz besonders jene Frauen, die emotionale Probleme haben und nicht wissen, wohin sie sich damit wenden können.

Ihr habt ein ausgeklügeltes System der körperlichen Vorsorge, ihr habt Schwangerschafts-Gymnastik und Vorsorgeuntersuchungen, die sich ausschließlich um das Wohlergehen der Frau kümmert.

Aber niemand kümmert sich um die Seele dieser Frau, dabei sind ihre Seele und die des erwachenden Kindes gleichermaßen miteinander verbunden, wie man es in einer biologischen Symbiose kennt.

Was die Mutter empfindet, empfindet das Kind zwangsläufig mit.

Und ich möchte sehr, dass sich in eurer Gesellschaft, was diese Dinge angeht, ein Wandel vollzieht.

Denn es werden zunehmend empfindsamere Kinder geboren werden, als dies noch vor zwanzig Jahren der Fall war.

Sehr viel mehr Sensitive werden inkarnieren und das Bedürfnis nach Geborgenheit ist ein sehr großes bei diesen Kindern, weitaus mehr als bei anderen Inkarnationen.

Ich bitte euch, soweit es in euren Möglichkeiten liegt und soweit ihr in solche Prozesse involviert seid.

Versucht, mit euren Mitteln und Methoden dieses Bewusstsein sowohl in der Mutter und dem Vater als auch in allen Anderen, die damit zusammen hängen, zu wecken, dass der Prozess der Schwangerschaft nicht ein rein körperlicher ist, sondern auch ein psychischer, der oft genug einer guten Begleitung bedarf.

Ich habe euch gesagt, dieses Channeling ist ein Channeling über Erziehung. Und Erziehung findet schon in dieser Phase statt. Ja, sie ist sogar in dieser Phase am Prägendsten!

Das Wichtigste, was die Mutter und das Kind in der Phase der Vorgeburt erfahren können, ist Geborgenheit und Sicherheit, sowohl materiell als auch körperlich als auch psychisch.

Es liegt uns allen im Jenseits sehr daran, dass diese Form von Geborgenheit zunehmend in der menschlichen Gesellschaft zur Selbstverständlichkeit wird.

Wir möchten euch alle – auch jeder meiner Freunde möchte das – darauf aufmerksam machen, dass dieses sehr wichtig ist und ein Zukunftsprojekt ist, das es zu erarbeiten gilt.

Die Gesellschaft, in der ihr jetzt lebt, ist leider davon noch sehr weit entfernt! Und es bedarf einer zunehmenden Bewusstwerdung der Problematik dessen, was vor sich geht in der Phase der Vorgeburt.

Das Kind im Mutterleib bekommt an einem bestimmten Punkt der Schwangerschaft die Verbindung zu einer Seele.

Dieses kann im Moment der Konzeption geschehen, es kann aber auch zu einem sehr viel späteren Zeitpunkt geschehen.

Das hängt ganz von der Seele selber ab.

Wenn dies erreicht ist, so hat die Mutter in sich eine Seele, die perfekt ist, die weise ist, die alt ist, die aufnimmt, die eine Geschichte hat und die auf eine Zukunft wartet.

Und diese Seele verbindet sich aufs Innigste mit der Seele der Mutter.

Die Entwicklung beider hängt von dem Augenblick an miteinander zusammen. Dieses mag freudig sein, es mag aber auch für beide belastend sein. Das hängt von den äußeren Umständen ab.

In jedem Fall ist diese Phase eine sehr wichtige, tragende für jede weitere Entwicklung.

Was ich eben sagte, sind die Grundsätze.

Das Kind ist in der Lage, alle äußeren Eindrücke auf seelischer Ebene wahrzunehmen. Das gilt im Übrigen auch für äußere Eindrücke wie Töne, Musik für euch, wenn es eine harmonische Musik ist.

So ist Lärm schädlich, so sind Erregungen mittels Streitgesprächen oder Involviertheit in einem sehr spannenden Roman oder in einem Film, der angesehen wird, immer auch ein Eindruck, den das Kind, die Seele des Kindes bekommt.

Es mag euch absurd erscheinen: Aber eine werdende Mutter, die sich einen spannenden Film anschaut, in dem es sehr blutrünstig zugeht, lässt ihr Kind mitsehen.

Und sie sollte sich überlegen, ob das gut ist.

Eine Mutter, die einen ausgiebigen Spaziergang in einer schönen Natur macht, lässt ihr Kind mitgehen und selbstverständlich genießt es die Seele des Kindes, dieses mit zu erleben.

Wohlgemerkt, dies geschieht auf rein psychischer Basis.

Ihr könnt die Entwicklung eures Kindes sehr fördern in dieser Phase, wenn ihr euch den schönen, ausgeglichenen Dingen widmet, zu mindestens ausgleichend zu eurer üblichen Belastung.

Versucht, euch bewusst zu machen, dass ihr nicht mehr allein seid und allein für euch verantwortlich seid, sondern dass quasi durch eure Augen mittels eurer Emotionen das Kind an allem beteiligt ist, was ihr tut.

Dieses sage ich nicht allein den werdenden Müttern, sondern ich sage es auch allen, die mit werdenden Müttern zu tun haben.

Bei der Geburt findet eine Loslösung aus der Symbiose mit der Mutter statt.
Dies ist ein gewaltiger Schock für jedes Kind.

Egal, wie alt eine Seele ist, es ist immer wieder der Gang über eine Schwelle, die sehr schmerzhaft ist.

Im Gegensatz zum Gang über die Schwelle zum Jenseits, der voller Freude ist, ist der Gang über die Schwelle zu Geburt ein schmerzhafte Erfahrung.

Denn es ist die endgültige Loslösung aus der Verbindung mit einem anderen Selbst.

Jetzt braucht das Kind ein großes Maß an Zuwendung, an Wärme und Geborgenheit, was den Körper anbelangt, und erst recht an Wärme und Geborgenheit, was die Seele anbelangt.

Es ist wichtig für dieses Kind, dass es voller Achtung angenommen wird. Das schafft ihm einen sicheren Stand für alle weiteren Dinge, die es erleben wird.

Bedenkt, dass der Gang über diese Schwelle der Gang ist ein Dasein, das grundsätzlich als schwerer und lastender empfunden wird auf der psychischen Ebene als alles das, was später folgt.

Sie hatten eine weitaus größere Möglichkeit der Freiheit. Sie konnten auch, als sie im Mutterleib waren, noch zwischen den Ebenen pendeln.

So erholen sich viele Kinder, die im Mutterleib einem großen psychischen Druck ausgesetzt sind, indem sie ins Jenseits pendeln.

Dieses wird zunehmend weniger und im Augenblick der Geburt wird dies sehr drastisch erfahren, dass nun für immer – so scheint es der kleinen Teilseele – ihm der Zugang zum Jenseits verwehrt wird.

Umso wichtiger ist, sich dessen bewusst zu sein und es liebevoll anzunehmen.

Das war es für heute, vielen Dank.

Hajo: Ich danke dir, Elia, bis bald.