0825: Was bedeutet das Seelenbild, das Uta beim Telefonieren sieht…

Das Seelenbild von Uta für eine Seminarteilnehmerin

Eine Frau im Mantel an einem zugefrorenen See.

Der See steht für Wasser. Wasser steht für gefrorene Emotionen.

Du warst sowohl die Frau als auch der See:
lebendiges menschliches Wesen, aber auch ein See gefrorener Möglichkeiten, beides.

 Erklärt von Elia

Zu Gast ist Rita.

Elia: noch eine Frage?

Rita: ja. Und zwar hat Uta bei dem ersten Telefonat meine Seele beschrieben als eine Frau im Mantel, die an einem zugefrorenen See steht. Was bedeutet das?

E: Der See steht für Wasser. Wasser steht für, das weißt du …

R: Gefühle.

E: Genau. Für Emotionen, gefrorene Emotionen. Da stehst du und fragst dich: „Was will ich jetzt eigentlich? Dass das Eis taut oder dass es fester wird, damit es mich trägt?“

Das ist die falsche Frage.

Die Frage ist: „Was bin ich eigentlich?“
Zum Zeitpunkt des Telefonats warst du sowohl die Frau als auch der See: lebendiges menschliches Wesen, aber auch ein See gefrorener Möglichkeiten, beides. Aber du bist hier.
„Was will ich eigentlich?“ hast du schon beantwortet: dass das Eis schmilzt.
Ja, freilich hast du auch ein wenig Angst davor, in diesem Wasser zu ertrinken.

Ah, wer sagt, dass du nicht schwimmen kannst?

Wer sagt, dass der See so tief ist, dass du nicht darin stehen kannst? Das weißt du gar nicht.
Deshalb schau dir deine Potenziale an, ja?

R: mhmh.

E: Du hast soviel geübt: Du hast geübt, stark zu sein.
Und du hast geübt, klug zu sein.
Du hast geübt, vorsichtig zu sein.
Du hast geübt, umsichtig zu sein.

Was du noch nicht geübt hast, ist: Zufrieden zu sein mit dir.
„Frieden mit mir!“

R: ja, stimmt.

E: Dann ist das die Aufgabe dieses Wochenende, ja?

R: ja.

E: Was wir suchen, Hajo, ist der Weg ins Glück…

H: Ja, ins Glück.

E: Ins Glück mit uns selbst! Das ist eure Aufgabe an diesem Wochenende.

H: Und da weiß die Uta, was zu machen ist?

E: Nun, ich sagte schon, es sollten zwei Seelenaufstellungen gemacht werden.

H: mhmh, klar, ja

E: Und es sollte auf jeden Fall zu einer Begegnung mit ihrem eigenen Selbst kommen.

H: Ja, auch klar. Und eine Regression?

E: Ja, eine.

Ich möchte, dass du dich kennenlernst in deiner Stärke. Ich möchte, dass du begreifst, dass eine große Seele die Entscheidung getroffen hat, geboren zu werden: an dem Tag von den Eltern, in der Stadt.

Eine große Seele hat diese Entscheidung getroffen! Und weil das so ist, stand alles andere dem nach und das zu recht, ja?

R: Ja.

E: Gut. Hast du noch eine letzte Frage?

R: Ja, was werde ich machen, wenn ich jetzt wieder nach Hause gehe und die sie ist noch da?

H: Wer?

R: Die Stimme.

H: Ach so.

E: Hier sind wir bei dem Problem, dass ich schon ansprach: „Wie unterscheide ich sie von mir?“
Ich hoffe, dass die Möglichkeit ihr zu begegnen und der Dialog mit ihr dir deutlich macht, dass sie nicht du ist, und dass du – wenn denn Stimmen des Einwandes, der Mahnung, der Vorsicht kommen – du begreifst, dass das nicht sie sein kann, dass ihr den Unterschied sehr deutlich herausarbeiten könnt.

Selbstverständlich, selbstverständlich wird es auch Mahnungen geben, natürlich, die dir raten: sei vorsichtig.

R: Abwarten soll ich doch immer, abwarten.

E: Das ist sie, ja? Das Abwarten, warum passt das so gut bei dir? Weil es lebensverhindernd ist.

R: Ja, es ist ein Hemmschuh.

E: Aber einer, der dir passt. Und das sollte anders werden, ja?

R: Ja.

E: Dann können diese Stimmen auch keinen Raum haben. Er passt dir so gut, er passt dir so gut. Kein Risiko!
Ja, wenn ich nicht weiß, wer ich bin. Wenn ich die Wut meiner Mutter auf meine Existenz schon vor der Geburt gemerkt habe, dann passt es, mein Leben zu verhindern, ja?

R: Ja.

E: Es passt und es muss unpassend werden! Wenn du Stimmen der Mahnung hörst, dann solltest du wissen: „Ja, das ist der vorsichtige Teil von mir.“

Aber wenn du Stimmen der Selbstverhinderung hörst, dann ist es nicht, so hoffe ich, deine Großmutter, die – dies ist meine Zuversicht – sich nun endlich in die Seligkeit begibt – sondern dann ist dies die kleine, zarte Kindliche in dir, die nach jemandem sucht und ruft, der sagt: „Ich pass auf dich auf.“ Ja?

R: Mh, mh.

E: Dies alles bist du: Kind und Frau, Prinzessin und Königin, Jung und Alt, übermütig und kleinmütig, dies alles bist du.
Was du nicht bist, ist: dominant.
Ja?

R: Mh.

E: Ja. Ihr werdet die Unterschiede sehen.
Dann, wenn keine Fragen mehr sind, würde ich mich jetzt gerne verabschieden.

H: Ja, ich danke dir.

R: Ich danke dir auch von Herzen.

E: sehr gern geschehen.

Und denk daran: In deiner Mitte brennt ein Feuer, das ist warm und weich wie ein gutes Lagerfeuer in einer kalten, dunklen Nacht.

Auf Wiedersehen.

R: auf Wiedersehen.