Mütter

1103: Kein Erbarmen mit dem so Sein des Anderen macht Gemeinschaft unmöglich.

Kein Erbarmen mit dem so Sein des Anderen
macht Gemeinschaft unmöglich.

Erbarmungslosigkeit ist ganz und gar wider Gottes Liebe.

Es ist keine neue Errungenschaft eurer Gesellschaft.

Aber diese Trennung zu vollziehen, dass ihr das könnt, das ist neu.

Das war in alter Zeit so nicht möglich.

Wenn man in alten Unterlagen liest, wird man feststellen,
dass die meisten Morde zwischen Kindern und Eltern geschahen.

So schlimm war es damals.

Heute trennt man sich.

Aber gut und heilig ist es nie.

Elia

 

Zu Gast ist Martin.

Elia: Guten Tag, liebe Freunde.

Martin und Hajo: Guten Tag, Elia.

Elia: Wie schön, uns an einem so kalten Frühlingstag zu treffen.

Auch Kälte kann willkommen sein.

In eurer Zeit, in der sich eure Kälte so sehr erwärmt, scheint es euch wundersam… und doch war es Jahrhunderte lang ganz natürlich.

So schnell gewöhnt sich nicht nur der Mensch, sondern auch die Natur an veränderte Umstände.

Das ist eine ungeheure Kraft, die in allem wirkt.

Das ist die Kraft, sich dem, was ist, anzupassen.

Anzupassen heißt ja nicht, sich dem zu beugen.

Wenn ihr heute Abend einmal ein wenig Zeit der Stille widmet, werdet ihr die Vögel hören.

Sie beugen sich nicht der Kälte!

Sie singen und werben und bauen Nester.

Und sie sind ganz sicher: Es gibt einen Sommer…

Und sie beugen sich nicht, aber sie passen sich an…

Ihr Gefieder ist dick, sie frieren nicht.

Um dieses sich dem, was ist, anzupassen braucht es gar nicht viel. Einfach nur eins: Liebe zu seiner eigenen Zukunft oder zu dem der Kinder.

Ich möchte euch dazu ermutigen, euch dem zu widmen.

Liebe zur eigenen Zukunft statt Angst.

Erwartung, Neugier, Zuversicht.

Und nun beginnen wir, lieber Freund.

Martin: Elia, Uta und ich wollten fragen, ob wir dieses Mal mit der Inkarnationsarbeit beginnen sollen.

Elia: Unbedingt! Das ist eine wirkliche Bitte.

Es geht darum, dass du vor der nicht leichten Aufgabe – wenn auch einer schönen – stehst, dich wieder mit dir selbst zu vereinen.

All die vielen abgespalteten Fähigkeiten, Wahrnehmungen und Strukturen wieder in ein Ganzes zu führen.

Das habt ihr nun zu einem großen Teil für deine Kindheit abgeschlossen, denn auch da ging dir viel verloren.

Aber nun geht es darum, dass dieses Kind, dass ja in diese Familie geboren werden wollte, ja auch schon Erfahrungen gemacht hat und auch Dinge falsch eingeordnet hat.

Ganz werden ist das Thema!

Das hat tatsächlich mit der Zukunft zu tun, für die ich dich bitte, Liebe und frohe Erwartung zu entwickeln.

Wie solltest du, wenn du doch so viele Zweifel daran hast, dass du dieser Zukunft angemessen begegnen kannst?

Ja, darum geht´s.

Deine nächste Frage bitte.

Martin: Könntest Du noch mehr zu dem Thema Entfremdung zwischen Eltern und Kindern mitteilen?

Elia: Es ist ein sehr bedauerlicher Zustand für jeden, der beteiligt ist, außer für diejenigen, die nicht lieben.

Generell: In der Natur will das Kind die Eltern lieben…

In der Natur wollen die Eltern das Kind schützen.

Wo dies nicht der Fall ist, wird gegen die Natur gelebt. Das muss einem klar sein.

Und immer, wenn gegen die Natur gelebt wird, entsteht Leid. Das wird auch so empfunden.

Es mag verdeckt werden, aber es wird so empfunden.

Das zu leugnen, macht den Weg nicht besser, sondern schwerer.

Es ist Leid und dieses Leid gilt es, einzuordnen.

Hier geht es nicht um Schuld!

Hier geht es um Ursache und Wirkung.

Wenn Eltern ihre Kinder nicht mehr als Person betrachten, die auf die Erde gekommen ist, um sich selbst zu vervollkommnen, dann ist schon der erste Schritt gegen die Natur der Elternschaft getan.

Wenn Eltern diese Tatsache, dass dort ein vollkommenes Wesen zur Welt kommt – dem sie das Rüstzeug geben sollen, erwachsen zu werden – leugnen und stattdessen in dem Kind eine Plage sehen oder in dem Kind einen Sünder sehen oder in dem Kind jemand sehen, der aus karmischen Gründen Schuld abzutragen hat, dann ist das eine ganz schlechte Basis und ganz wider die Natur.

Aber Religionen wurden seit undenklicher Zeit benutzt, um die natürliche Zuneigung zu zerschlagen.

Es gab Kulturen, da haben Eltern ihren Kindern nicht einmal einen Namen gegeben.

Sie haben sie durchnummeriert und mehr waren sie auch nicht.

Umgekehrt: Jedes Kind – jedes – versucht, die Liebe zu seinen Eltern zu erhalten und es tut viel dafür, oft zu viel.

Aber ab irgendeinem Punkt steht das Kind in einer schweren Entscheidung zwischen Selbstliebe und Elternliebe.

Es ist nicht recht, einem Kind eine solche Entscheidung zuzumuten.

Das ist Leid.

Aber sie muss getroffen werden bei all den Kindern, die von ihren Eltern nicht als eigenständige Person angesehen werden.

Als jemand, der noch wächst, der Anlagen in sich hat, die zu fördern sind, als jemand, der einzigartig ist in der Welt.

Einer, den es so nie wieder irgendwo geben wird, als etwas sehr Wertvolles.

Aber auch als Mensch, als jemand, der Grenzen hat, die man beachtet.

Als jemand, der Anlehnung braucht, Wurzeln, Schutz.

Eine schwere Entscheidung.

Und meistens geht sie von den Kindern aus: „Dich, Vater, trage ich nicht mehr. Dich, Mutter, trage ich nicht mehr. Denn wenn ich dich weiter trage, zerbreche ich.“

Geht sie von den Eltern aus, ist es ähnlich: „Dich, Sohn, trage ich nicht weiter. Denn trage ich dich weiter, zerbreche ich.“

Was fehlt da?

Erbarmen.

Auf beiden Seiten oft oder auch ganz einseitig.

Kein Erbarmen mit dem so Sein des anderen macht Gemeinschaft unmöglich.

Erbarmungslosigkeit ist ganz und gar wider Gottes Liebe.

Es ist keine neue Errungenschaft eurer Gesellschaft.

Aber diese Trennung zu vollziehen, dass ihr das könnt, das ist neu.

Das war in alter Zeit so nicht möglich.

Wenn man in alten Unterlagen liest, wird man feststellen, dass die meisten Morde zwischen Kindern und Eltern geschahen.

So schlimm war es damals.

Heute trennt man sich. Aber gut und heilig ist es nie. Ja?

Martin: Ja.

Elia: Zu dir selber. Etwas in dir wird immer den Weg suchen, beide lieben zu können. Das ist einfach so, Das ist in Ordnung.

Aber du bist auch verpflichtet, dich selbst zu lieben.

Und da, wo sie es nicht können, diese Liebe schützen, bleibt dir nichts anderes, als dich zurückzuziehen.

Es wird niemand von Geburt an Vater oder Mutter. Es sind einfach nur Menschen mit unterschiedlichem Verständnis für ihre neue Rolle.

Einfach nur Menschen, nichts weiter!

Und selbst wenn ihr sie vierzig, fünfzig, sechzig Jahre lang Vater und Mutter genannt habt, sind sie doch nur die Menschen, die auf die Welt gekommen sind.

Das hilft euch vielleicht ein wenig.

Deine nächste Frage, bitte.

Martin: Elia, ich danke dir.

Vielleicht ganz zentral: Ich habe mich schon immer gefragt, was Träume für mich oder auch allgemein für Menschen darstellen oder darstellen können. Kannst du mir vielleicht was dazu sagen?

Elia: Ja, das ist sehr unterschiedlich.

Zum einen gibt es natürlich die Verarbeitungsträume, die einfach helfen, Emotionen in Bilder zu verwandeln und so eine Entspannung herzustellen in der Psyche.

Aber es gibt auch Träume, die wollen etwas über den Zustand der Seele erzählen.

Und es lohnt sich durchaus, bei Tagesbewusstsein diese Träume sich anzuschauen.

Sie sind voller Symbolik. Sie sind im Grunde wie Märchen, die erzählt werden mit unterschiedlichen Archetypen, die immer wieder vorkommen.

Fast jeder Mensch hat da seine eigene Traumbevölkerung. In Wirklichkeit ist jeder Bewohner ihrer Traumwelt irgendein Teil von ihm selbst.

Etwas, das nicht ruhig ist, etwas, das vielleicht noch wachsen muss, vielleicht aber auch gemindert werden sollte, je nach dem.

Es lohnt sich, zu schauen, wenn diese Persönlichkeiten oder Landschaften – oder bei euch modernen Menschen auch Fahrzeugen – Teil meiner Persönlichkeit wären.

Ja, welcher Teil wäre das dann?

So fällt es euch vielleicht ein wenig leichter, die Märchen mit ihrer Symbolik zu entschlüsseln, die da in eurer Psyche entstehen.

Dann gibt es noch einen anderen Aspekt, das sind die Wahrträume.

Sie unterscheiden sich erheblich von den anderen.

Sie sind unvergesslich eingeprägt ins Gedächtnis.

Und sie lösen sich nicht im Nichts auf, sobald ihr auch nur euren ersten Gang zur Toilette geht.

Und sie bleiben präsent, häufig Jahrzehnte lang.

Dann hat ein Kontakt das Erinnerungsvermögen gefühlt, der üblicherweise diesen Weg nicht nimmt, nämlich ein jenseitiger Kontakt.

Der kann über Zeit und Raum gehen.

Der kann aber auch mit bestimmten Gesprächen zu tun haben, die im Jenseits geführt wurden.

Das, was ihr erinnert, ist nicht hundertprozentig die Wiedergabe dessen, was ihr erfahren habt, aber zu einem erheblichen Teil.

Häufig sind das Warnträume oder es sind Träume der Liebe und des Trostes.

Die Warnträume sind in der Regel Vorwarnungen vor einem bestimmten Ereignis, auf das es sich vorzubereiten gilt, psychisch.

Und die Träume der Liebe und des Trostes sind häufig Träume, in denen Verstorbene oder auch Guides wissen, dass ihr Lieber eine Erinnerung der Liebe braucht in seinem Alltag, die er im Jenseits im Tiefschlaf erfahren hat. Ja?

Martin: Okay.

Elia: Gut.