Körperlichkeit

1119: Grete, sag deiner Körperlichkeit aus der Tiefe deines Herzens nun Danke.

Grete, sag deiner Körperlichkeit aus der Tiefe deines Herzens nun Danke.

„Danke, meine liebe Körperlichkeit. Wie viel Liebe konnte ich nehmen und geben, weil ich das Geschenk der Verkörperung bekommen habe!“

Erinnere dich, liebste Grete: So viel Freude hast du körperlich gehabt!

So, so viel Freude hast du durch deine körperliche Anwesenheit gemacht!

So vielen Wesen der Welt hast du nur aufgrund der Tatsache helfen können, weil du körperlich anwesend warst.

Was für ein Geschenk!

Gott hat dich beschenkt mit der Fähigkeit,
dich zu freuen an so vielem Irdischen.

Du konntest so vieles genießen und warst so ungeheuer gut darin,
dich zu freuen!

All deine Gaben, die du meintest, schenken zu müssen,
die Opfer, die du meintest, bringen zu müssen,
um gut zu sein und gutzutun, die kommen erst an zweiter Stelle.

An erster Stelle steht,
dass du dein Geschenk in Freude angenommen hast.

Du warst so gern bereit, lebendig zu sein und dafür danken wir dir.

Dass du nun recht müde von soviel lebendig sein geworden bist,
das ist sehr verständlich.

Aber jetzt ist die Hürde zu nehmen,
dass du ganz und gar und ohne Einschränkung sagen kannst:
Es war sehr, sehr gut, dass ich mich verkörpert habe!

Deine Körperlichkeit ist nicht der Feind deiner Geistigkeit,
ist es niemals gewesen.
Es ist und war reine Liebe, aus der heraus du körperlich warst.

Es ist bis heute dein Körper der Tempel dieser Liebe!

Der Krebs zeigt nun, dass dir die Körperlichkeit zu klein geworden ist, dass du hinaus willst aus der Begrenzung.

Nun, auch das darfst du so fühlen.

Aber mach einen Frieden mit ihm, dem Körper!

Sag ihm: Ich danke dir!

Du hast mir so lange und so treu gedient.
Nun danke ich dir recht herzlich.

Nun wollen wir beginnen, uns zu wandeln.

Schutzengelkontakt

 

Ich bitte Elia, mich mit Ludwig, dem Guide von Grete zu verbinden.

Kaum habe ich diesen Satz zu Ende geschrieben, ist Ludwig da.

Er legt ein Blümensträusslein auf den Tisch, es besteht aus Blüten und Kräutern: Ich erkenne Arnika und Adonisröslein, Salbei und Schafgarbe und Herzgespann.

Es ist eine blaue Blume darin, aber immer, wenn ich sie näher sehen will, entzieht sie sich meiner Betrachtung…

Ludwig: Du weißt es doch….

Uta: Oh… ja. Da hast du recht. Du forderst mich auf, das sein zu lassen?

(Erklärung: Als ich fünf Jahre alt war, lag meine älteste Schwester schwerst krank im Krankenhaus, Mutter und Vater waren in großer Sorge.

Im Kindergarten las meine Kindergärtnerin ein Märchen vor, in dem ging es um einen Jungen, dessen Schwester sehr krank war und niemand konnte helfen. Aber er bekam den Rat, die „blaue Blume“ zu finden, die der Schwester Heilung bringen würde.

Darauf begann er eine lange Wanderschaft…
Danach hab auch ich versucht, die blaue Blume für meine Schwester zu finden…
Das ging natürlich schief, stattdessen fügte ich meinen Eltern noch mehr Sorgen zu: nämlich die um mich…)

Uta: Ich soll die blaue Blume nicht suchen gehen?

Ludwig: Uta, du weißt es doch: Die blaue Blume findet den Menschen, der sie braucht, nicht umgekehrt.

Uta: Ja, du hast recht. Ich bin nur so traurig, dass die Grete so leidet.

Ludwig: Leidest du am Leid?

Uta: Ich glaub schon… ja.

Ludwig: Das tut meine Grete auch.

Uta: Na ja… bei der Erkrankung!

Ludwig: Hm… sag mir: Muss sterben leidvoll sein? Ist das ein Naturgesetz, am sterben leiden zu müssen?

Uta: Ein Naturgesetz? Nein… es gibt doch auch den guten Tod.

Ludwig: Den sanften Freund?

Uta: Ja.

Ludwig: Bis er kommen kann, muss der Mensch Hürden nehmen.

Uta: Aber anscheinend nicht jeder Mensch.

Ludwig: Doch, jeder Mensch, nur bleibt es oft unbemerkt.

 (Sei nicht ungeduldig, meine liebste Grete, hör einfach ein wenig zu, was ich mit der Uta jetzt bespreche. Wenn du magst, darfst du daraus lernen.)

Uta: Kannst du mir die Hürden nennen?

Ludwig: Die erste Hürde ist, aufzuhören, sich vor seinem Körper zu fürchten.

Uta: Oh… das ist nicht leicht, wenn der doch so unberechenbar ist…

Ludwig: Der ist nicht unberechenbar, er ist ein guter, guter Freund.

Der Wandergeselle, mit dem ihr durch alle Täler gegangen seid und auf alle Berge des Lebens.

Wer krank ist, wer leidet, der schaut schnell nur darauf, dass dieser gute Freund gerade ein Verräter ist.

Selbst alle Mediziner sehen es so: Er ist gar kein Freund, er ist ein irrsinniger Begleiter.

Und wie es so ist im Umgang mit Irren: Der macht nie, was vernünftig ist. Darum muss man ihn kontrollieren.

Der Macht, was er will: Wollen wir weiter marschieren, meinen wir, Berge erklimmen zu müssen, bleibt dieser Kamerad einfach stehen…

Oder er legt sich gar ins grüne Gras und sagt: Ich kann nicht mehr, den Berg besteigen wir nicht mehr zusammen!

Oder umgekehrt: Sind wir der Meinung, jetzt würde es kein Tal mehr geben, durch das wir wandern müssen und kein Gipfelblick sei es jetzt noch wert, erstiegen zu werden.

Jetzt wäre die Wanderung zum guten Ende gekommen, jetzt ginge es um nichts anderes mehr als darum, zurück zur freundlichen Herberge zu gehen.

Dann sagt der Körper: I wo! Jetzt geht es noch einmal durch ein dunkles Tal und dann hinauf zu einem wichtigen Berg.

Komm, steh auf, jetzt gilt es, das Wesentliche zu finden, die Herbergseinkehr muss warten!

Uta: Du hast recht, Ludwig, so empfinden wir das: Ein garstiger, unberechenbarer Begleiter ist uns da der Körper.

Ludwig: Ja… weil ihr das so gelernt habt, dafür könnt ihr gar nichts, gar nichts!

Aber euer Körper, das ist gar kein Wandergeselle, das seid ihr selbst.

Als die „Idee“ der Grete entstand, wurde aus dieser Idee der Körper der Grete… wurde die Grete körperlich.

Uta: War es Gretes Idee, körperlich zu werden?

Ludwig: Hört mir jetzt gut zu:

Am Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und das Wort wurde Fleisch und kam in die Welt.

Uta: Dann ist unser Körper Gottes Wort?

Ludwig: Ja, UND eures!

Euer Anfang ist, dass ihr IN GOTT der Fleischwerdung glücklich und selig zugestimmt habt.

Uta: Dann ist unser Körper gut?

Ludwig: Ja, mit allem, was er ist, ist er eure fleischgewordene Seele…

Selbst dass das Fleischwerden endlich ist, in der Zeit begrenzt, ist Gott und ihr in ihm von Beginn an sehr, sehr gut.

Uta: Dann sag mir doch, warum wir so leiden an unserer Körperlichkeit!

Ludwig: Weil ihr lernen musstet, dass Körperlichkeit nicht gut ist, weniger wert ist als eure Seele, weniger als euer Verstand.

Uta: Wir missachten die Tatsache, dass unser Körper göttliche Wille ist?

Ludwig: Göttliche Liebe!

Uta: Oh je… die Vertreibung aus dem Paradies fällt mir da ein…

“Und sie schämten sich“…

Ludwig: …“dass sie leiblich waren“, ja…

Uta: Wir schämen uns, dass wir – die Seelen – körperlich sind?

Ludwig: Ihr schämt euch über dieses Geschenk…

Diese Liebe zu euch nehmt ihr nicht liebend an!

Außer das Geschenk funktioniert nach eurem Willen…

Uta: Oh je.

Oh je… Ludwig, ist das „Sünde“?

Ludwig: Nein… es ist einfach nur eine Fehlentwicklung. Ein großer Irrtum der Menschheit, den fast alle anheimfallen: ein Wahn.

Uta: Nicht der Körper oder der Wandergeselle ist wahnsinnig, sondern unsere Seele, die ihn für wahnsinnig hält?

Ludwig: Ja, für vollkommen unzuverlässig, für störrisch und eigenwillig und für etwas, das euch von der Liebe Gottes trennt.

Uta: Das tut er aber gar nicht…

Ludwig: Aber nein, nein… das tut er niemals!

Gott IST das, was eurer Körper ist: ER hat sich in die Form begeben

Wäre es anders, ihr wäret nicht geboren.

Medizinisch besteht ihr aus vielen Zellen, die sich zum Körper zusammenfügen. Aber wenn man eine solche Zelle nimmt und sie zerlegt und zerlegt und zerlegt – kleiner und kleiner werdend – dann bleibt am Ende gar kein einziges festes Teilchen mehr…

Was aber bleibt – und das kann die Wissenschaft heute nachweisen – ist eine festgefügte Form, in die hinein ein Zellteil sich einfügen KANN.

Diese Form ist nicht materiell, sie ist geistig: reiner Geist…

Geist Gottes!

Uta: Ja… ich verstehe…

Ist dann Krankheit auch Gottes? Wenn wie bei Grete Krebs entsteht, ist das Gottes?

Ludwig: Nein, Krebs ist eine Folge, wie die Menschheit insgesamt mit der Verkörperung Gottes umgeht.

Die Verkörperung Gottes ist das, was ihr als „Natur“ bezeichnet und von der ihr denkt, die sei unbeseelte Materie.

Uta: Sie ist aber Gott IN der Materie?

Ludwig: Genau!

Uta: Ludwig, wird das nicht alles zu schwer zu fassen für Grete?

Ludwig: Es reicht, wenn sie fühlt, dass es wahr ist, sie muss nicht verstehen.

Uta: Wahr ist dann: Der Krebs, der nun Grete ins Ableben bringt, ist nicht da, weil Grete irgendwas falsch gemacht hat.

Sondern weil die Welt, so wie sie ist, einen ganz falschen Umgang mit der Natur hat?

Ludwig: Ja, so ist es. Und in KEINEM Fall ist das etwas anders!

Uta: Grete ist das Opfer an der kollektiven Sicht auf das, was Natur ist?

Ludwig: Ja, sie ist eines von Millionen und abermals Millionen Betroffenen.

Ihr seid geistige Wesen, die sich verkörperten in einer geistigen Welt, die sich verkörpert hat.

Alle Ideen darüber, die mit einem Gefühl verbunden sind, was die Natur IST, schafft eine Realität in der Materie.

Uta: Ludwig, dann kann der Krebs doch mit meinen Gedanken dazu geheilt werden, wenn ich daran leide?

Ludwig: Nein, liebe Uta… denn es gibt dazu nicht nur deine Gedanken, sondern die der ganzen Menschheit.

Es sind auch keineswegs die Gedanken, die Materie verändern, sondern nur solche Gedanken, die der Überzeugtheit von etwas folgen.

Uta: Mein Körper macht das, wovon ich überzeugt bin?

Ludwig: Du und ALLE! anderen Menschen, die deine Überzeugungen beeinflusst haben.

Uta: Oh… da ist ja kein Entkommen…

Ludwig: Doch… aber jetzt noch nicht! Soweit ist das Bewusstsein der Menschheit noch nicht.

Uta: Das muss ich jetzt fragen: Wenn Jesus nicht gewollt hätte, dass er stirbt, er wäre nicht gestorben?

Ludwig: Jesus ist nicht gestorben! Nur denen, denen dies wahr war…

Aber Grete kann nicht Jesus sein, du nicht und niemand, den du kennst…

Er war ganz bewusst!

Das seid ihr nicht und das ist nicht eure Schuld und nicht eure Sünde.

Das ist, was jetzt ist.

Uta: Krankheit ist also nicht die Schuld des Erkrankten?

Ludwig: NIEMALS! In keinem einzigen Fall!

Sie ist die Folge des unvollkommenen Bewusstseins aller lebenden Menschen.

Uta: Und was ist, wenn der einzelne Erkrankte ein anderes Bewusstsein zu seiner Körperlichkeit einnimmt?

Ludwig: Dann liebt er seine Körperlichkeit. Dann liebt er die Tatsache, dass er sich verkörpert hat.

Uta: Dann gesundet er?

Ludwig: Das kommt auf die Schwere des Schadens an im Zusammenhang mit der Tiefe der Liebe zu seiner eigenen Körperlichkeit.

Uta: Wie sehr oder wie wenig wir unsere Körperlichkeit lieben können, hängt das von uns ab?

Ludwig: Nein: Dem einen ist viel möglich, dem anderen wenig.

Erziehung, Prägung und vergangene Leben haben Wirkung darauf, wie viel Liebe zur Verkörperung der Seele im Einzelfall möglich ist.

Es gibt KEINE Schuld für den, der erkrankt!

Nicht einmal die Menschheit in ihrer Verblendung ist Schuld…

Es ist einfach nur noch nicht so weit, dass es anders sein kann.

Uta: Keine Schuld, nirgends?

Ludwig: Nein, nur unreifes Bewusstsein.

Was unreif ist, wird wachsen.

Aber noch ist es nicht soweit.

Es gibt Hilfe, so weit ist es schon, aber es gibt noch kein Ende vom krank werden.

Uta: Aber unsere liebe Grete ist mehr als krank…

Ludwig: Unsere liebe Grete will die Körperlichkeit nicht mehr haben…

Uta: Darf sie das?

Ludwig: Ja, selbstverständlich darf sie des Lebens im Irdischen müde sein.

Uta: Sie ist so voller Verzweiflung und Ängste, Ludwig, das ist doch kein gutes Sterben!

Ludwig: Nein, das ist es nicht und so soll es nicht bleiben müssen.

Es gilt, eine wichtige Hürde zu nehmen, meine liebste Grete.

Grete, sag deiner Körperlichkeit aus der Tiefe deines Herzens nun Danke.

Danke, meine liebe Körperlichkeit. Wie viel Liebe konnte ich nehmen und geben, weil ich das Geschenk der Verkörperung bekommen habe!

Erinnere dich, liebste Grete: So viel Freude hast du körperlich gehabt!

So, so viel Freude hast du durch deine körperliche Anwesenheit gemacht!

So vielen Wesen der Welt hast du nur aufgrund der Tatsache helfen können, weil du körperlich anwesend warst.

Was für ein Geschenk!

Gott hat dich beschenkt mit der Fähigkeit, dich zu freuen an so vielem Irdischen.

Du konntest so vieles genießen und warst so ungeheuer gut darin, dich zu freuen!

All deine Gaben, die du meintest, schenken zu müssen, die Opfer, die du meintest, bringen zu müssen, um gut zu sein und gutzutun, die kommen erst an zweiter Stelle.

An erster Stelle steht, dass du dein Geschenk in Freude angenommen hast.

Du warst so gern bereit, lebendig zu sein und dafür danken wir dir.

Dass du nun recht müde von soviel lebendig sein geworden bist, das ist sehr verständlich.

Aber jetzt ist die Hürde zu nehmen, dass du ganz und gar und ohne Einschränkung sagen kannst: Es war sehr, sehr gut, dass ich mich verkörpert habe!

Deine Körperlichkeit ist nicht der Feind deiner Geistigkeit, ist es niemals gewesen. Es ist und war reine Liebe, aus der heraus du körperlich warst.

Es ist bis heute dein Körper der Tempel dieser Liebe!

Der Krebs zeigt nun, dass dir die Körperlichkeit zu klein geworden ist, dass du hinaus willst aus der Begrenzung.

Nun, auch das darfst du so fühlen.

Aber mach einen Frieden mit ihm, dem Körper!

Sag ihm: Ich danke dir!

Du hast mir so lange und so treu gedient. Nun danke ich dir recht herzlich.

Nun wollen wir beginnen, uns zu wandeln.

Ich verlasse dich nicht, ich lasse dich in deiner Wandlung nun nicht mehr zurück und allein.

Ich will dir nicht mehr böse sein und dir auch nicht mehr misstrauen.

Und ich will nicht mehr denken, dass du mich hinderst, eine liebende Seele zu sein, sondern jetzt weiß ich: Du warst Liebe, Tag für Tag von Beginn an.

Ich verlasse dich nicht, bis zu meinem letzten Atemzug will ich in Liebe zu dir denken.

Du gutes Geschenk Gottes!

Liebe Zellen meines Körpers, nun müsst ihr nicht mehr kämpfen.

Jetzt dürft ihr im Frieden tun, was zu tun ist.

Ich will geduldig sein und euch eure Zeit einräumen.

Es fällt mir schwer, euch nicht anzutreiben, dem Irdischen ein Ende zu bereiten, aber dabei mögen mir die Engel helfen.

Verzeiht mir bitte meine Ungeduld.

Ihr habt ein Recht darauf, euer eigenes Tempo zu haben.

Ich verspreche euch, dass ich alles tun werde, um es euch leicht zu machen.

Da sind Ärzte und da ist helfende Liebe anderer Menschen, die werde ich nicht ablehnen.

Verzeiht mir bitte, dass ich mich davon habe überzeugen lassen, dass es Gift braucht, um recht mit euch umzugehen.

Das war so, weil ich so wenig Kraft des Widerstandes hatte.

Nun lasse ich euch eure Zeit, die ihr braucht, um euch zu wandeln, um mir die Loslösung von euch zu ermöglichen.

Lieber Körper, ich will deine Zeit, die du für deinen heiligen Weg brauchst, dir lassen.

Du bist ein Gottesgeschenk.

Gott hat mir eine bemessene Zeit im Körperlichen geschenkt.

Es ist nicht mein Maß, auch wenn ich das glaube: Es ist sein Maß.

Seine Zeit ist meine Zeit. Nicht umgekehrt.

Ich weiß es nun, was ich vorher nicht wusste.

Und doch sage ich zu Gott hin und bitte um Mitbetende:

Vater, wenn es möglich ist, schenke mir einen guten Tod.

Nimm mich auf, wenn meine Zeit und deine zusammenfallen.

Lass den Wandel sein, wenn es Liebe ist zu mir.

Uta: Das ist die letzte Hürde? Dieses Bewusstsein?

Ludwig: Es ist der Weg, der ohne Hürde ist.

Uta: Sie ist ungeduldig…

Ludwig: Ja, anders war sie aber nie.

Meine Grete wurde mit starkem Willen gesegnet.

Gott ist auch mit den Ungeduldigen. Sein Zeitmaß ist das Beste für Grete.

Uta: Sie versteht nicht, warum sie nicht bei der ersten Abzweigung gegangen ist.

Ludwig: Weil es noch etwas zu erledigen gab.

Da war noch etwas in Ordnung zu bringen.

Uta: Du darfst ihr nicht sagen, was jetzt ist?

Ludwig: Ich darf ihr sagen, worum es jetzt geht…

Uta: Und das wäre?

Ludwig: Sie sollte ihren Geist und ihre Seele nicht höher einschätzen als ihre Körperlichkeit.

Alle drei sind nur zusammen heilig, nur zusammen göttlich… solange ihr in der Materie seid.

Es wäre nicht gut, würde diese Erkenntnis fehlen, ehe sie geht. Sie würde die Neigung zur Askese mitnehmen. Das wäre gar nicht gut.

Was hier jetzt geschieht, ist der Versuch, zu verhindern, dass im nächsten Leben es wieder dazu kommt, Angst vor der eigenen Körperlichkeit zu haben, oder gar Verachtung für das Sinnliche.

Sinnlichkeit ist auch göttlich!

Ihr Missbrauch ist es nicht, aber missbrauchte Spiritualität ist es auch nicht und missbrauchter Verstand auch nicht.

Sinnliche Körperlichkeit, Spiritualität und Verstand sind dreifaltige Liebe Gottes. Durch alle drei WIRKT Gottes Liebe.

Verachtet der Mensch eines davon oder überhöht er eines zu Ungunsten der anderen, ist die Entfaltung dieser Liebe schwieriger, als es sein muss.

Grete kann nichts dafür, dass ihr die Drei aus dem Gleichgewicht der Wertschätzung geraten sind.

Aber die neue „Grete“ entsteht schon jetzt keimhaft und die soll doch ganz frei sein, ihre liebe auszudrücken und die Liebe anzunehmen.

Grete, es ist schon wahr: Diese Inkarnation geht nun allmählich in die Vergeistigung zurück.

Aber in diesem Geist, der sich löst, liegt schon der Keim für die nächste Inkarnation.

Und da wollen wir doch die ganze GLÜCKSELIGKEIT des Lebens erfahren, oder?

Uta: Dann dient das Warten jetzt der Möglichkeit, dem eigenen Körper in Liebe zugeneigt zu werden?

Ludwig: Und in Dankbarkeit, ja!

Uta: Ludwig, die Grete quält sich mit der Sache, die mit dem Foto vom Hans geschehen ist…

Ludwig: Oh, ich weiß, das tut mir so leid…

Aber es war nicht einmal eine Beltseele, es war eine Halluzination.

Halluzinationen können passieren, liebste Grete.

Bitte: Das ist einfach eine Folge der sich verändernden Zellen gewesen, nichts weiter.

Grete, der Hans liebt dich. Aber er weiß auch, dass er dir Unrecht getan hat, dass er dich nicht als die gewürdigt hat, die du ihm warst.

Und das bereut er so sehr.

Aber wie erreichen wir nur, dass du das glaubst?

Grete, du DARFST wütend über das sein, was er dir angetan hat. Er ist es in gewissem Sinn doch auch. Wie kann er dir das übel nehmen?

Aber du, mein liebstes Engelein, du darfst dir solch natürliche Regung doch auch nicht übel nehmen!

Er wird dir wahrlich nie wieder solches Herabwürdigendes antun.

Die Erkenntnis darüber, was er da gewirkt hat, macht eine Wiederholung unmöglich.

Und du? Nun, du MUSST wütend sein dürfen, damit du dir sagen kannst: Solch eine Herabwürdigung lasse ich nie wieder zu!

Ihr seid beide auf die Welt gekommen, um eurem Selbst neue, bessere Erkenntnisse geben zu können.

Es ist alles völlig in Ordnung, wie es wahr ist.

Wahr ist: Du liebst den Hans und der Hans liebt dich, aber ihr beide seit nun zornig auf mangelnde Wertschätzung.

Da seid ihr euch ganz einig.

Jetzt hör auf, dich deswegen zu schämen.

Wut ist auch etwas sehr Gutes! Niemand im Jenseits nimmt es dir übel.

Und damit komme ich zur letzten Hürde: Liebste Grete, du schämst dich zuviel.

Viel zu viel!

Grete, hör mir jetzt gut zu!

Du bist, wie du bist mit dem, was guter Wirkung ist und mit dem, was nicht guter Wirkung sein konnte: GOTTES LIEBESWERK!

Hör auf, ihn verbessern zu wollen, hör auf, es besser wissen zu wollen, als er es in seiner Weisheit ist.

„Vollkommen gut“ wird es auf Erden nicht geben.

Alles, was es geben kann, ist das Gute, das im Schlechten liegt. Aber es gibt das Schlechte, das Unvollkommene.

Es ist für keinen einzigen Lebenden in eurer Zeit erreichbar, Vollkommenheit zu werden.

Es ist nicht Gottes, das von euch zu verlangen.

Er ist es nie, der Opfer fordert.

Ihr seid ihm, wie ihr seid: Kinder im Wachstum.

Wenn du ein Kind gehabt hättest, mein Liebstes, sag mir: Hättest du dem Dreijährigen übelgenommen, wenn es keine Schleife binden kann?

Oder dem Sechsjährigen, wenn er die „Lüge als Mittel zum Zweck“ entdeckt und ausprobiert? Niemals!

Du wärst barmherzig gewesen.

Barmherzigkeit ist die Fähigkeit, zu sehen, wo die Grenzen des anderen sind und diese in Geduld und mit Sanftmut anzunehmen.

Es sind Menschenwerke, die unbarmherzig fordern!

Es ist die Überheblichkeit und Gnadenlosigkeit des Weltgeistes, der dies fordert: Sei IMMER gut, sei IMMER recht…

Gottes ist dies niemals: Er IST Barmherzigkeit.

Nun wird es höchste Zeit, mein Lieb, dass du mit dir barmherzig bist.

Hör auf, zu dich zu verurteilen!

Lass die Unbarmherzigkeit dir gegenüber ganz los.

Was du an Gutem zu sein vermochtest, das warst du auch. Mehr Gutes war niemals geplant.

Könnte ich es, ich würde dir verbieten, schlecht über dich zu denken.

Könnte ich es nur, ich würde dir jeden Gedanken daran, uns hier nicht zu genügen, verbieten.

Aber das kann ich nicht!

Ich kann dich nur bitten, dies endlich zu versuchen.

Du bist Gott, wie du bist – in all deiner Unvollkommenheit, mit all deinen Irrtümern und Fehlern – gut genug.

Warum du dir nicht?

Jetzt ist gute Zeit, Frieden mit dir zu machen, auch mit dem, was Fehler waren.

Ihr kommt auf die Welt, um Fehler zu machen und daraus zu lernen.

Grete, ich wünsche mir, dass du in die Freude kommst.

Dazu musst du dich erinnern an das, was du Gutes gewirkt hast.

Vielleicht helfen dir deine Lieben um dich herum.

Wer sich von denen fragt, was er für dich tun kann, dem sei gesagt:

Er kann dir helfen, dich an das zu erinnern, womit du ihm geholfen hast und was er ohne dich nicht erlebt hätte.

Ist es nicht ein Wahnsinn, dass es Lob und Dank erst nach dem Tode gibt?

Für wen dann noch?

Uta: Danke, lieber Ludwig.

Ich fasse zusammen: Hans liebt sie aus ganzer Seele und es ist ihm sehr recht, wenn sie wie er der Ansicht ist, das war nicht gut, wie er mit ihrer Würde umgangen ist?

Ludwig: Ja, es wäre gar nicht gut, würde sie meinen, darüber nicht wütend sein zu dürfen.

Der Liebe von Hans tut das keinen Abbruch und ihrer doch auch nicht.

Uta: Die erste Abfahrt hat sie nicht genommen, weil es noch etwas Wichtiges ins Reine zu bringen gab?

Ludwig: Ja.

Uta: Die Frage, WANN sie nun stirbt, liegt nicht bei ihr, zu bestimmen, sondern es ist von nun an Gottes Zeit?

Ludwig: Das WANN ist nicht benennbar für mich.

Dem WIE kann sie helfen, leichter zu sein, wenn sie ihre Körperlichkeit in Dank und Liebe annimmt.

Uta: Wer Krebs bekommt, ist nicht „selbst Schuld“!

Ludwig: Es gibt hier – wenn überhaupt – nur die Schuld im Sinn von verursachender Wirkung, die unserem Zeitgeist entspringt.

Uta: Und von dessen Wirkung kann man sich nicht entziehen?

Ludwig: Grob gesagt: Wen es trifft, den trifft es… ohne Schuld.

Uta: Ludwig, ich spüre mit jedem Wort von Dir, wie sehr du sie liebst, aber sie zweifelt…

Ludwig: Ich bin immer bei ihr, immer voller Liebe, aber Kranksein und Verzweifeltsein können es bewirken, dass sie mich nicht mehr fühlen kann…

Dann schicke ich Menschen… dann lasse ich anrufen… meine Liebe kennt viele Wege.

Es ist nicht ihre Schuld, wenn es nicht klappt mit der gefühlten Nähe, es ist ein Krankheitssymptom, mehr nicht.

Grete, es gibt einen Psalm, den wollen wir nun halten:

Und hätte ich Flügel der Morgenröte

und flöge ich bis ans äußerste Meer,

so wäre deine Liebe doch bei mir, Herr.

Ich bin kein Gott, aber sein Bote, sein Helfer der Liebe…

Wohin auch immer dich dein Geist bewegt, bin ich doch in Liebe bei dir und mit dir.

Wenn auch du mich nicht siehst und spürst, du bist immer in mir anwesend! Und nichts ist da, das meine Liebe trennt.

Uta: Es gibt da die Frage von Angelika.

Grete wird schwächer und schwächer.

Die Frage ist, was einzuleiten ist: Eine umfangreichere ambulante Pflege, die Aufnahme von Grete bei Angelika oder die Heimunterbringung?

Ludwig: Oh, ihr wisst, das darf ich nicht sagen.

Ich möchte stattdessen sagen, was es zu bedenken gilt.

Gute Entscheidungen sind immer solche, welche die Umsetzung auch möglich sein lassen.

Sie sind oft erst genau dann möglich, wenn sie auch nötig sind!

Was ist nötig? Körperliche UND seelische Sicherheit.

Ersteres hängt vom Zustand des Körpers ab.

Letzteres vom Zustand der Psyche.

Liebe Angelika, SITUATIONSABHÄNGIGE Entscheidung erfordert nun den Mut,

„im Fluss der Entwicklung“ zu bleiben.

Was immer zu entscheiden gilt, bleibt im Fluss.

Warte, bis in dir das „Innere Ja“ da ist.

Solange dein Inneres aber nicht für ihr Inneres die Stellvertretung zu übernehmen hat, ist es ihr „Inneres Ja“, das abgewartet werden muss.

Lege es in unsere Hand, dass wir dieses „Innere Ja“ euch unübersehbar machen.

Du musst nur bitten, meine liebe Freundin. Nur bitten..

Und jetzt wünsche ich Frieden mit dem, was sein darf.

Versucht, das Leichte im Schweren zu finden.

Alle, die ihr beteiligt seid und auch du, liebe Grete.

Nun ist es Zeit, die Leichtigkeit in jedem Augenblick zu suchen mit ganzen Ernst und Einsatz, zu dem du fähig bist.

Versperr dir keine Hilfe durch Vorurteile.

Aber gehe auch keinen Weg mehr, zu dem du kein „Inneres Ja“ empfindest.

Dieses „Innere Ja“ ist nicht im Verstand zu finden, auch nicht im Glauben, sondern im Fühlen!

Sei umarmt, liebes Grete-Engelein.

Danken wir Gott für seine Liebe, dass er dich im Leben hat wirken lassen.

Dein dich ewig liebender Ludwig!