Wichtigste

1126: Erinnerst du dich, was Jesus mal gesagt hat auf die Frage, was das Wichtigste aller Gesetze wäre?

Erinnerst du dich, was Jesus mal gesagt hat auf die Frage,
was das Wichtigste aller Gesetze wäre?

Er sagte: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst und Gott über alles.

Im Umkehrschluss sagt er:
Glaub bloß nicht, dass es reicht, wenn du nur Gott liebst.

Oder dass es reicht, wenn du nur deinen Nächsten liebst.

Oder dass es reicht, wenn du nur dich liebst!

Das reicht NIE!

Diese Drei müssen zusammenkommen, damit die Dinge GUT werden.

Jetzt ist eben die Frage: was zuerst?

Na, du zuerst!

Das, was du am Wenigsten bereit bist, zu tun: Liebe dich, wie du bist.

Schutzengelkontakt

 

Ich bitte meinen Guide, mich mit dem Schutzengel von Nadja zu verbinden, Nadja bittet um diesen Kontakt.

Ich stehe auf einem weiten Strand, das Meer vor mir hat sanfte Wellen, der Himmel so weit und so unendlich, Möwen lassen sich vom Wind treiben.

Es ist kalt, auf dem Strandhafer hinter mir ist Raureif.

Es ist so still, als wäre weit und breit kein lebender Mensch.

Guide: Ja… so allein… so einsam…

So fühlt sie sich manchmal.

Ich drehe mich nach der Stimme um. Vor mir steht ein großer, blonder Mann mittleren Alters. Er trägt eine dunkelblaue Jacke aus Wollstoff, eine weiße, weite Hose…

Seine Augen sind hellblau, das Gesicht schmal und sonnengegerbt.

Freundlich, ruhig, klug: Das ist der erste Eindruck, den ich von ihm habe.

Ich bin sicher, dieses ist der Guide.

Guide: Ja, ich bin dein Guide, Nadja.

Komische Vorstellung?
Das mit den Flügeln und weißen Gewändern kannst du vergessen.

Ich bin dein Engel und ich heiße Johnny…

Na ja, jedenfalls in diesem Leben von dir und mir hieß ich so: Jonny.

Du kannst mir, wenn du willst, einen anderen Namen nennen, das geht auch in Ordnung.

Siehst du, hier am Meer, das so kalt und so unendlich ist, da bist du in einem deiner früheren Leben gestorben.

Würdest du nie machen und ins eiskalte Meer steigen, oder? (Lacht.)

Alles, aber das nicht!

Genau, das würdest du nie, nie wieder machen.

Und so was solltest du auch wirklich nie, nie wieder machen, mein Liebstes.

Ich muss dir einiges erklären, Nadja, damit du verstehst.

Du bist die Tochter deiner Eltern.

Sie haben dich gezeugt, deine Mama hat dich geprägt und so vieles, das du als Ich bezeichnest, ist eigentlich nur das Ergebnis davon.

Gedanken, Urteile, Verhaltensweisen, du sagst dazu: So bin ich.

Aber das stimmt nicht so ganz: So ist oder war deine Mutter. Und du hast das als „Ich“ angenommen.

Bei vielen Kindern passiert das.

Sie werden erwachsen und irgendwann, wenn es gut läuft, dann merken sie: Hey, Moment mal, ich bin ja gerade genauso wie meine Mamma!

Es ist nicht so leicht, ein eigenes Ich zu haben!

Das muss man erst mal unter all den Erfahrungen, die durch die Kindheit gemacht wurden, wiederentdecken.

Manche schaffen das, andere nicht.

Aber wenn du nur manchmal du selbst bist und manchmal deine Mutter, wie sollst du dann wissen, was du willst, was du brauchst?

Du? Nicht die „Tochter deiner Mutter“.

Tochter der Mutter… das ist eine Rolle in einem Theaterstück… aber in welchem? In deinem!

In deinem Theaterstück, da wäre es richtig… denn da würdest du nicht hauptsächlich die „Tochter der Mutter“ sein.

Du wärst die Hauptdarstellerin.

Du wärst Tochter, aber auch Frau, Kollegin, Freundin, Nachbarin…

Und du hättest viele „Rollen“ im Zusammenspiel mit den anderen, die auf deiner „Bühne“ stehen.

Aber immer würdest du genau wissen, was du zu antworten hast, wenn die anderen mit dir reden.

Du würdest wissen, was „Ich“ ist.

„Ich“: Das wäre die Mitte in dir. Das wäre da, wo du weißt, weil du es fühlst, was wahr ist, was wichtig und was richtig ist…

Nadja, so ist es nicht, ich weiß und ich habe die Idee, dass es so nicht bleiben darf.

Ich habe die Hoffnung, dass wir zusammen diese Mitte finden.

Dein „ICH“! Selbstbewusstsein…

Hu, ja… das kennst du schon: Die Idee, selbstbewusster zu werden.

Aber was ist damit gemeint?

Ihr denkt, damit ist gemeint, dass man willensstark ist.

Dass man Kritik an sich abperlen lässt.

Dass man genau weiß, was man will und es deshalb auch kriegt.

Das ist der „Egoist“.

Egoist werden, fühlt sich für dich aber gar nicht „Richtig“ an.

Also wird das nichts mit dem Selbstbewusstsein.

Höchstens mal als Show-Nummer, die du dir selbst nicht glaubst.

Hm, hm… verstehe ich, dass wird nichts mit dem Egoismus. Klar.

Nadja, das ist auch gar nicht mein Ziel mit dir!

Die Welt hat wirklich genug Egoisten.

Bitte verstehe mich nicht falsch.

Wenn ich! dir sage: Liebste, du brauchst Selbstbewusstsein, dann meine ich sowas Kindisches wie Egoismus nicht.

Ich meine, Nadja, dieses Leben, das du jetzt lebst, ist dazu da, zu lernen, wer dein ICH ist.

Wer bin ich, was bin ich?

Und was nicht?

Okay? Einverstanden?

Nein? Das ist dir unheimlich?

Warum, Schatz?

Warum bist du dir unheimlich?

Ich sage es dir: Weil du dich nicht mehr daran erinnerst, dass du ein liebenswerter Teil Gottes bist.

Deine Seele hat das vergessen.

Oder besser gesagt: Sie KANN das einfach nicht glauben.

Sie sagt mir wieder und wieder, wenn ich dich in Situationen bringe, in denen dir gezeigt wird, was du für ein toller Mensch bist: Ja, ABER!!!

Du denkst dir – und dafür kannst du gar nichts – dass du dir nicht vertrauen kannst.

Meistens denkst du, dass du anderen nicht vertrauen kannst…

Ja, ich weiß: Beweise dafür hast du genug… ich weiß um deinen Schmerz.

Aber eigentlich ist das nur eine Ablenkung von dem, was deiner Seele viel, viel mehr Schmerz bereitet: Sie vertraut sich selbst nicht und deshalb traut sie sich nicht…

Sie traut sich nicht, sich für sich angemessen einzusetzen.

Sie traut sich nicht, ein Leben zu leben, wie es ihr gefällt.

Und sie traut sich nicht, sich zu trennen, wenn es noch Zeit ist.

Sie traut sich nicht, zu fordern, was sie braucht…

Nein, ich sage Nicht: DU BIST schüchtern…

Das bist du nicht, aber deine Seele ist verwirrt.

Nicht deine Psyche, die ist ganz okay.

Deine Seele, dein ewiges Ich, das ist verwirrt.

Verwirrt über sich selbst, über das Leben, über Gott…

Du kennst so große Gefühle…

Du kennst es, wenn die dich umhauen.

Und du kennst es, wenn du plötzlich innerlich jubelst, wenn du meinst, JETZT hast du die ABSOLUTE Glückseligkeit erreicht…

Aber nie kommt die einfach so daher…

Die ist immer von anderen abhängig und das ist dir eine solche Last.

Denn die anderen?

Die enttäuschen und dann kommst du schon wieder in diese riesigen Gefühle: Schmerz, Trauer, Verzweiflung…

So ist das und da will ich dir sagen: Nadja, lerne Selbstvertrauen?

Lerne, deinem Ich zu vertrauen?

Unbedingt lerne, dich verstehen?

Unbedingt? Puh.

Okay, ich verstehe schon: So einfach wird das nicht.

So leicht ist es einfach nicht.

Auf der einen Seite möchtest du genau das!

Auf der anderen Seite kannst du dir nicht mal vorstellen, dass Glücklich sein auch einfach so ohne andere Menschen möglich ist.

Es braucht immer die anderen?

Nein, wirklich nicht. Wirklich nicht!

Es ist wunderschön, sein Glück mit anderen zu teilen.

Aber zuerst einmal darfst du üben, wie es ist, mit dir SELBST glücklich zu sein.

Ich weiß schon, du meinst: Eigentlich willst du gar nicht leben.

Eigentlich war das geboren werden ein großer Irrtum.

Und eigentlich wärst du lieber im Himmel geblieben.

Ja, klar weiß ich das!

Aber Nadja: Nein, nein, das ist nicht die Wahrheit.

Du erinnerst dich nur nicht mehr. Du wolltest noch ein Leben!

Du wolltest das wiederfinden, was du verloren hast im letzten Leben: Selbstvertrauen und! Würde!

Merkst du das gerade? Würde! Puh…

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“, das steht so in eurem Grundgesetz.

Gutes Gesetz.

Das glaubst du auch, dafür kämpfst du auch.

Deine Würde zu erhalten, das ist dir WIRKLICH wichtig? Ja!

Aber? Ja, ABER die ANDEREN!

Wenn die Anderen doch nur anders wären!

Hm, hm… du, hör mal: Die anderen, die kannst du höchstens bitten, dass sie anders werden… aber ändern kannst du DICH!

Du kannst dich mehr WÜRDIGEN!

Nadja, die Frage, die zuerst gestellt werden muss, ist nicht: Was bin ich meinen Nächsten wert?

Sondern: WAS BIN ICH MIR WERT?

Die Regel heißt nicht: DIE ANDEREN SOLLEN MICH MEHR WÜRDIGEN.

Sie heißt: ICH SOLLTE MICH MEHR WÜRDIGEN!

Statt „Würdigen“ könnten wir auch sagen „Wichtig nehmen“.

Oder „Wertschätzen“…

Du nimmst dich schon wichtig?

Deine Gefühle nimmst du wichtig… aber noch nicht alle, schon gar nicht die Schönen…

Sag mal, Nadja, kannst du sagen, warum?

Warum reichst du dir nicht?

Dein Verstand: Er reicht dir nicht.

Dein Aussehen: Es reicht dir nicht.

Und deine Begabungen: Sie reichen dir nicht…

Warum geht das einem guten Menschen wie dir so?

Warum reicht er sich selbst nicht, um mit sich glücklich zu sein?

Liebe Nadja, wenn ich dir sage, dass Gott wollte, dass es dich gibt in der Welt, dann kommen mir deine Vorstellungen von dem, wer und was Gott ist, nicht zur Hilfe.

Wenn ich dir dagegen sage, dass die größte und stärkste Macht des Universums wollte, dass es dich gibt in der Welt, ist das einfacher zu fühlen?

Das ist unglaublich?

Ja, genau! Und DAS ist der Kern des Problems.

Dein Ich kann nicht glauben, dass es so ist.

Dabei ist es immer so und nie anders: Nichts lebt, ohne dass Gott es will, gar nichts!

Wenn eine Seele inkarniert und auch tatsächlich geboren wird und wächst, dann, weil dazu zwei Willen „JA!“ sagen.

Der Wille Gottes UND der Wille der Seele.

Da gibt es niemals einen Streit zwischen beiden.

Leben kommt gar nicht zustande ohne diese Einigkeit. Weißt du, welchen Namen diese Einigkeit trägt? Liebe!

DAS ist Liebe!

Nadja, dass du da bist, ist Ausdruck der Liebe Gottes zu der Welt um dich herum.

Und es ist Ausdruck der Liebe deiner Seele zum Leben in der Welt.

Das war dein Anfang! Ganz egal, wie deine Eltern dazu eingestellt waren.

Egal, was später deine Freunde dazu sagten und auch völlig egal was deine Lehrer meinten…

Ganz egal: DU BIST, WIE DU BIST, GEWOLLT UND WILLKOMMEN IM LEBEN!

Ich weiß, dass du das jetzt noch nicht nachvollziehen kannst.

Aber dahin willst du, deine Seele möchte das wieder wahrnehmen können: Ich liebe es, zu leben!

Und ICH habe ein Recht darauf, mich zu leben!

Okay? Ziel…

Das ist das Ziel. Ob wir Zwei das schaffen? Ich weiß es nicht, aber es ist möglich.

Wenn du es nicht in diesem Leben schaffst, dann in einem weiteren. Aber wäre es nicht schön, wenn es schon in diesem klappt?

Die Anderen?

Nein, Nadja, die haben nichts damit zu tun.
Die denken über dich, was sie denken wollen.
Und die fühlen für dich, was sie fühlen können.

Um die geht es nicht!
Es geht nur um dich, um dein eigenes Urteil darüber, was du wert bist, was dein Dasein wert ist.

Ja, gut, also: Deine Zeugung und Inkarnation war die Fortsetzung deines vergangenen Lebens.

Du bist gekommen, um etwas wieder gerade zu biegen, was du in diesem Leben hier so ziemlich „vergeigt“ hast. Hier, im England 1946.

Daraus ist dir kein Vorwurf zu machen.
Aber bei der Einstellung, die du zu dir – zu deinem Ich – hattest, darf es einfach nicht bleiben.

Dein Name damals war Jane, ich war dein älterer Bruder. Jane war ein tolles Mädchen.

Immer lieb, immer freundlich zu Mensch und Tier.
Fleißig war sie immer und sehr hilfsbereit von Klein auf. Ich war damals ein einfacher Arbeiter auf einer Werft nahe Plymouth.

Gesehen habe ich meine kleine Schwester nur Weihnachten und wenn unsere Ma Geburtstag hatte. Dann habe ich euch besucht.
Es war erstaunlich, dass du noch gekommen bist, Ma war schon 40.
Wer dein Vater war, darüber sprach sie nie.

Mein Vater war schon seit Jahren tot.
Ich wusste anfangs nicht, was ich von der Tatsache halten sollte, dass du geboren wurdest.
Ich machte mir Sorgen um Ma und ich verstand auch nicht, warum sie so ein Geheimnis aus der Vaterschaft machte.
Und ich sah sie leiden und das gefiel mir nicht.

Ja, ich gebe zu: Es gefiel mir nicht, dass du geboren wurdest.

Aber du hast den Dreh rausgehabt, mir mein Herz zu öffnen: Es war dein Lächeln.

Du kleiner Hosenscheisser liegst da in meinem Armen und strahlst mich an.

Peng! Verliebt! Für immer und immer…

Hey, du hast immer noch dein Zauberlächeln, weißt du das eigentlich?

Na jedenfalls: Ma blieb zuhause, ich unterstützte euch, so gut ich konnte, mit meinem Gehalt.

War ja nicht viel und die kleine Witwenrente, die Ma bekam, das beides zusammen reichte zum Überleben. Mehr nicht.

Als ob du es gewusst hast, dass du für unsere Ma so eine Belastung warst – du hast es gewusst, zumindest innerlich – bist du sehr, sehr früh, sehr, sehr fleißig geworden.

Du hast viel, viel zu früh deine Kindheit aufgeben.
Ma stand ewig im Mittelpunkt: Du hast ihr immer geholfen bei was auch immer.

Ich war naiv: Ich dachte, das ist gut!

Für Ma war es gut, für dich nicht, wirklich nicht.
Du warst noch keine 14, da hattest du dein Selbst schon so weit aus deinem Bewusstsein verloren, dass du NUR NOCH getan hast, was du glaubtest, tun zu müssen, damit es Ma gutgeht.

Was für ein Mist!
Sich selbst verlieren, sein SELBST, sein ICH verlieren…
Das geht so heimlich vor sich, so nach und nach, dass es niemand merkt, nicht einmal man selbst.

Das ist nicht selten, aber dass es schon mit 14 soweit ist, das ist wirklich ganz schlimm.

Ein Mensch, der sich so früh verliert, der wird ganz schnell zum Sklaven von anderen.
Der alles tut, um die anderen zu unterstützen, ihre Bedürfnisse zu befriedigen, aber seine eigenen gar nicht mehr kennt.

Arme Jane! Ich habe gar nichts verstanden davon, erst als es zu spät war.

Es war Weihnachten und ich war sicher, dich Zuhause anzutreffen.
Aber unsere Ma eröffnete mir, dass du nicht mehr Zuhause bist, sondern bei der Herrschaft als Hausmädchen arbeitest und selbstverständlich nicht Weihnachten nach Hause darfst.

Ich war stinksauer, als ich das erfahren habe.
Die „Herrschaft“ war eine adelige Familie etwa fünf Kilometer von unserem Dorf entfernt.
Eingebildete, aufgeblasene Leute waren das!
Niemand, der dort arbeitete, hatte mir jemals Gutes über die gesagt und Ma erlaubt dir, dahin in den Dienst zu gehen!

Ich habe dich einfach besucht, bin die 5 Kilometer zu Fuß gegangen.
Ich dachte, ich DARF dich an Weihnachten sehen, dir wenigstens mein kleines Geschenk geben.

Aber nein: Ich hatte zu warten, bis dich die „Herrschaft“ nicht mehr braucht!
Und zwar draußen, obwohl es kalt war und regnete.

5 Stunden habe ich gewartet! Es war 22 Uhr, als du endlich zu mir gehen durftest.

Mein Gott! Blass warst du, deine Hände ganz rot von all der Arbeit.

Und ich dachte, du bist wütend wie ich und du erlaubst mir, dir irgendwo anders eine bessere Arbeit zu suchen…

Aber nein, nein: Das kannst du doch nicht machen!
Die Herrschaften brauchen dich doch… und so weiter und so weiter…

Wo war meine süße Schwester Jane nur geblieben?

Das fragte ich mich: Das junge Mädchen da vor mir war nur noch der Schatten davon… und das wollte sie so lassen!

Wir haben uns richtig gestritten und schließlich bin ich wütend weggegangen.

Am nächsten Morgen bin ich zurück nach Plymouth.
Zornig auf Ma, auf dich, auf die „Herrschaften“ und auf mich selbst…

Ich hatte einfach nicht gemerkt, dass es nicht anständig von uns Erwachsenen war, dich nicht Kind, nicht Jugendliche sein zu lassen…

Ich schämte mich sehr: Als großer Bruder hatte ich versagt.

Im nächsten Jahr brach der Krieg aus. Ich wurde Marine Soldat.

Mit Ma hatte ich mich wieder versöhnt. Inzwischen teilte sie meine Meinung, was deine Stelle anging.

Aber auch sie konnte dich nicht bewegen, deiner Herrschaft die Treue zu brechen. Mich wolltest du gar nicht mehr sehen.

Von Ma hörte ich, dass du aufgestiegen warst zum Zimmermädchen, dann zur Kinderfrau.

Der älteste Sohn hatte geheiratet und du hast die zwei Kinder betreut, die während des Krieges geboren wurden.

Ma meinte, seit der Hochzeit hättest du dich verändert. Du wärst manchmal traurig, manchmal aggressiv gegen sie gewesen.

Sie hatte den Verdacht, dass dich die Hochzeit des jungen Lords mehr traf, als es gut und richtig wäre.

Der Krieg war vorbei, ich kehrte heim und nahm meine Arbeit wieder auf.

Und dann irgendwann im Dezember kam ein Brief von Ma: Ich solle sofort kommen.

Man habe dich fristlos entlassen und du würdest kein Wort mehr reden, vielleicht, dass ich dich zum Reden bringen könnte…

Ich kam zu spät. Du hattest dir in der Nacht, nachdem Ma den Brief an mich geschickt hat, das Leben genommen.

Du bist einfach im Nachthemd da raus bis zum Meer und dann bist du reingegangen.

Am nächsten Morgen hatten die Wellen dich an den Strand des Nachbarortes gespült.

Die Autopsie ergab, dass du schwanger warst.

Dich selbst aufgegeben, ganz und gar, weil du dir deines Wertes nie bewusstwerden konntest.

Oh man, glaub mir: Das hat mein Leben völlig verändert. Und der Schmerz darüber hat mich nie, nie losgelassen.

Ma fragte einmal: Warum hat sie sich uns nicht anvertraut?

Ich antwortete: Weil sie keinen Grund dafür hatte!
Wir haben ihr nie beigebracht, dass sie sich Wert sein muss, in ihrem eigenen Interesse zu handeln!

Das habe ich Ma gesagt… sie hat das nicht verstanden. Wie auch?

Sie war genauso wie du…
Oder besser gesagt: Du warst wie sie.

In deinem heutigen Leben, Nadja, MUSS es darum gehen, dass du lernst, in deinem Interesse zu handeln, weil du WERTVOLL bist.

Du fehlst, wenn du fehlst.

Und, Nadja, du musst lernen, dich zu fragen, WER deiner Unterstützung WERT ist!

Wertvolles darf nicht gegen Wertloses eingetauscht werden, verstehst du? Darum geht’s.

Ich hoffe, dass ich dich so führen kann, dass du an die Lernaufgaben herangeführt wirst.

Ich tue mein Bestes.

Jetzt bin ich so froh, dass ich dir das alles einmal sagen durfte.

Ich hätte mehr und mehr zu sagen, aber das hier war das Wichtigste.

Nadja, ich liebe dich! Aber das reicht nicht: Du musst dich lieben lernen. Hilf mir bitte!

Jetzt – in diesem neuen Licht – kann ich deine Fragen besser beantworten, liebe Nadja.

Uta: Dann lese ich dir jetzt vor, was Nadja dir geschrieben hat?

Guide: Ja bitte!

Uta: Nadja schreibt: Hallo, liebe Guidin, lieber Guide.

Ich danke dir, dass du an meiner Seite bist.

Mit mir ist es bestimmt nicht immer einfach.

Guide: Nadja, mit Dir, mit deinem ICH ist es immer leicht.

Aber nicht mit dem, was du „gelernt“ hast, was wichtig ist und was nicht.

Das ist nicht leicht!

Es ist, als ob du einen Mantel trägst, der dir nicht passt. Wenn du über dich nachdenkst, dann siehst du nur den Mantel. Ich nicht, ich sehe, wer in dem Mantel steckt.

Deshalb ist es für mich leicht, für dich weniger, verstehst du?

Dein Selbstbild ist verdreht, meins nicht. Ich sehe dich, wie du bist.
Und das garantiere ich dir: Darauf sehe ich und freue mich IMMER!

Traurig macht es mich, zu sehen, wie du kämpfen musst, weil du dich und das Leben nicht so sehen kannst, wie ich darauf sehe.

Sie fragt: Warum bist du mein Guide?

Guide: Ha ja…, weil ich dich liebe… ehrlich, das ist wahr.

Aber kann es dir etwas bedeuten, solange du dich nicht liebst?

Sie fragt: Kennen wir uns schon aus einem früheren Leben?

Guide: Klar… ich war ein ziemlich blöder großer Bruder, ich habe mich gebessert, ehrlich!

Sie fragt: Kannst du mir vielleicht sagen, warum ich immer Probleme mit anderen Menschen habe und Schwierigkeiten, mich in eine Gruppe zu integrieren?

Ich fühle mich oft so wertlos und einsam.

Guide: Die Antwort kennst du, Liebste.

Du hast Probleme mit anderen Menschen und Schwierigkeiten, dich in eine Gruppe zu integrieren, WEIL DU DICH WERTLOS fühlst…

Sag mal, beurteilst du andere auch so hart als „wertlos“?

Nein, natürlich nicht?

Nein, tust du nicht!

Warum nicht? Weil es dir unfair vorkommen würde.

Aber dann sag mir doch mal: Wieso wirfst du DEINE Werte als nutzlos weg?

Wenn du Gott – dieser ungeheuren Weisheit – gut bist, warum bist du dir nicht gut genug?

Weil du dich nicht mit Augen der Liebe betrachtest.

Du guckst durch Brillen: die deiner Mutter, deiner Lehrer, deiner Klassenkameraden.

Alle Brillengeber deiner Kindheit und Jugend und dann auch noch die Brille des Lords im letzten Leben.

Liebste, das MUSS geändert werden!

Sei freundlicher mit dir selbst!

Wenn du meinst, dich nicht lieben zu können, dann fang wenigstens an, freundlich und fair mit dir zu sein. Bitte!

Dass du das kannst, das ist deine Aufgabe. Andere ersetzen dir das nicht. Die können dich noch so gernhaben, sogar lieben.

Es würde nichts daran ändern, dass du dich SELBST für wertlos hältst.

So sieht das aus. Wirklich!

Sie schreibt: Wenn du magst, grüße meine Mutter lieb von mir.

Guide: Hmmmmmmm (lächelt), das tust du doch selbst und das machst du doch gut!

Sie schreibt: Ich vermisse sie und hoffe, dass es ihr gut geht dort, wo sie jetzt ist.

Guide: Klar geht’s ihr gut, aber sie sieht auch, dass sie etwas unfertig gelassen hat: Nämlich dir zu helfen, dich ganz gut zu finden, richtig und gut genug für DEIN Leben!

Hm, hm… du hilfst ihr, wenn du dich weiterentwickelst.

Sie fragt: Mein Wunsch, mit meinem Freund glücklich zu werden und eine eigene Familie mit ihm zu gründen, gestaltet sich leider etwas problematisch.

Darfst und möchtest du mir etwas dazu sagen?

Guide: Ich darf und ich möchte.
Wie ist das mit der Liebe?
Hm, sag mal, kann man glückliche Beziehung „machen“ oder wird die vom Schicksal geschenkt?

Erinnerst du dich, was da der Jesus mal gesagt hat auf die Frage, was das Wichtigste aller Gesetze wäre?

Er sagte: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst und Gott über alles.

Im Umkehrschluss sagt er: Glaub bloß nicht, dass es reicht, wenn du nur Gott liebst.

Oder dass es reicht, wenn du nur deinen Nächsten liebst.

Oder dass es reicht, wenn du nur dich liebst!

Das reicht NIE!

Diese Drei müssen zusammenkommen, damit die Dinge GUT werden.

Jetzt ist eben die Frage: was zuerst?

Na, du zuerst!

Das, was du am Wenigsten bereit bist, zu tun: Liebe dich, wie du bist.

Du musst nicht alles gut finden, was du denkst, fühlst, tust, sagst…

Wie soll das gehen?

Du bist schließlich keine Heilige, du bist schließlich nicht die Krönung der Schöpfung.

Du machst Fehler…

Oh, okay: Eine Seele, die noch nicht vollendet ist, macht Fehler…

Das ist so: menschlich eben.

Aber solange eine Seele aus ihren Fehlern lernt, ist doch alles in Ordnung. Das machst du doch, du bist doch wirklich lernwillig.

Also sei freundlich, sei fair und dann wirst du anfangen, dich zu lieben.

Das kommt zuerst!

Alles andere ergibt sich dann. ALLES andere.

Nadja: Woher kommt das?

Guide: Das kommt daher, dass beide sich nicht fair und nicht freundlich ansehen, sondern vom anderen hoffen: Der zeigt ihnen, wie das geht…

Nadja: Ich fühle mich die letzten Jahre oft so alt und energielos.

Wie kann ich das ändern?

Guide: Nadja, indem du dein SELBST wieder als wichtig betrachtest und als liebenswert.

Wie willst du Entscheidungen treffen, wenn du sie nicht FÜR DICH triffst?

Das tust du schon lange nicht mehr!

Die triffst du für andere.

Du weißt das sogar!

Manchmal spürst du ganz genau, dass du dich gerade selbst verrätst.

Dass das, was du da mitmachst, gar nicht deine Wahrheit ist, dass es nicht deine Werte sind und nicht deine Ziele. Du passt dich an die Bedürfnisse der Anderen an.

Aber ist das dann eigentlich DEIN Leben?

Ist es nicht vielmehr das der Anderen?

Das macht müde, sehr, sehr müde.

Und noch etwas, Nadja, ich will das noch einmal ausdrücklich betonen:

Es ist kein Irrtum Gottes, dass du lebst, es ist volle Absicht!

Und deshalb schon einfach wertvoll.

Hey, es ist dein Job, diesen Wert zu heiligen.

Dann kriegst du auch wieder Kraft, verstehst du?

Du darfst dir nicht mehr so viel! übelnehmen.

An allem Möglichen könntest du Schuld haben? Ach Quatsch!

Jeder Mensch kann immer nur das tun, was er in der Zeit, in der die Dinge, die zu tun waren, getan hat, auch wirklich! leisten konnte.

Im Nachhinein weiß man vieles besser, klar.

Aber das ist doch kein Maß.

Du, das kennt sogar die irdische Justiz: mildernde Umstände…

Wie oft gibst du dir mildernde Umstände?

Nicht oft, nein, nein…

Du bist überhaupt nicht geboren, um schon alles richtig zu machen.

Du bist geboren, um zu lernen!

Jeder Mensch, der stirbt, nimmt mit sich ein schönes Gefühl für das, was er gut gemacht hat im Leben und für das, was ihm an Glück geschenkt wurde.

Aber auch Dinge, die er sich ansieht und die in ihm Zweifel oder auch Reue verursachen.

Beides gehört zu den zu machenden Lebenserfahrungen. So ist das: Darum werden Seelen inkarniert.

Zum Lernen und zum Lehren, nur darum.

Sie fragt: Oder ist das nicht möglich? Ich versuche schon einiges.

Guide: Ja, das tust du.

Die Veränderung ist INNEN, Nadja, nicht Außen! Äußeres kommt später.

INNEN in deiner Wahrnehmung, wer du bist, was für einen Wert dein Sein hat, da muss sich zuerst etwas ändern, da muss Fairness her und Freundlichkeit, ja?

Na siehst du!

Nadja, es ist nicht alles zu schreiben, was es zu verstehen gilt.

Ich habe dir jetzt das Wichtigste gesagt.

Deine Seele ist in Nöten, sie hat Mangel, das soll so nicht bleiben.

Das Erste ist, dies zu akzeptieren.

Das Nächste ist, die alten Wunden versorgen zu lassen.

Und das Dritte ist, sich freundlich zu sein.

Ich umarme dich, kleine, große Nadja.

Ich liebe dich brüderlich.

Mehr noch, als Jonny es zu Lebzeiten konnte.

Dein Schutzengel!