Leben

1129: Die Wahrheit ist: Ihr seid euer Leben!

Die Wahrheit ist: Ihr seid euer Leben!
Alles, was euch begegnet, das ist da, weil ihr seid, wie ihr seid.
Ihr seid von Beginn an der Boden und die Murmel!

Ich weiß, Ursel, dir kommt es gerade ganz anders vor.

Ausgeliefert den Umständen und bewegt davon,
dass irgendeine fremde Hand dich ins Spiel gebracht hat.

Ursel? Ich sage NICHT, dass du dir diese Spielregeln ausgedacht hast,
nicht, dass es dein Wille war.
Denn mit aktivem Aussuchen hat es nichts zu tun.
Wer etwas aussucht, der hat die Wahl…
Wer sich was ausdenkt, der hat Verstand genug dazu.

Nein, so ist es nicht.

Ich sage: Außen entspricht dem Innen.
Das Leben ist, wovon eure Seele überzeugt ist.
Und das ist NICHT vollkommen!
Wäre es das, es gäbe keinen Trieb, zu inkarnieren.

Die Seele hat keine Chance, in sich zu gehen, zu überlegen,
ob ihre Überzeugungen Sinn machen oder nicht.

Sie hat nur ein Gespür dafür, was sie noch entwickeln möchte.
Eine Sehnsucht nach Vollkommenheit,
die sie als unangenehmen Mangel spürt, solange die nicht erreicht ist.
Und so inkarniert sie sich in das hinein, was ihr wahr erscheint,
um zu überprüfen, ob es auch wirklich wahr ist.

Ist sie sehr unbewusst, erscheint es ihr wie das Murmelspiel.
Manchmal vielleicht – wenn sie achtsam ist – dann merkt sie,
dass sie den Lauf mitbestimmt.

Schutzengelkontakt

Ich bitte meinen Guide, mich mit dem Guide von Ursel zu verbinden.

Das Erste, was ich sehe ist, ein Spiel mit Murmeln. Ein sandiger Boden, uneben, mehrere Murmeln, eine weibliche Hand lässt eine Murmel los, gibt den Stoß.

Diese Murmel rollt, kurvt um einige der dort liegenden Murmeln herum, stößt einmal eine rechtsliegende, dann eine linksliegende leicht an, die sich darauf von ihrer Position bewegen.

Aber die Murmel, die geworfen wurde, rollt weiter auf und ab, wie es das Gelände ergibt, bis sie schließlich an „Fahrt“ verliert, ruhiger wird und unmittelbar vor einer bisher weit außerhalb liegenden Murmel zum Stehen kommt.

Daphne: Das ist das Leben.

So ist es: Die Kugel rollt dem Weg entsprechend. Es ist der gute Weg, der gut tut und Gutes wirkt.

Ich sehe auf und entdecke Daphne, die neben dem kleinen Sandfeld sitzt.
In der Haltung, die ich als ruhende Yoga Haltung kenne.

Uta: Daphne, ich grüße dich. Meinst du das ernst: Wir sind nichts als eine Murmel ohne Eigenwillen, eine Murmel im Sand?

Daphne: Nein, das meine ich ganz und gar nicht ernst.
So aber kommt es einem Menschen vor, der sich abgemüht hat, seine Ziele zu erreichen und merkt: Er ist es nicht, der bestimmt, was ihm geschieht.
Genauso kommt es meiner Ursel gerade vor.

Uta: Und was ist dann die Wahrheit? Bestimmen wir unser Leben oder werden wir bestimmt?

Daphne: Die Wahrheit ist: Ihr seid euer Leben!
Alles, was euch begegnet, das ist da, weil ihr seid, wie ihr seid.
Ihr seid von Beginn an der Boden und die Murmel!

Ich weiß, Ursel, dir kommt es gerade ganz anders vor: Ausgeliefert den Umständen und bewegt davon, dass irgendeine fremde Hand dich ins Spiel gebracht hat.

Ursel? Ich sage NICHT, dass du dir diese Spielregeln ausgedacht hast, nicht, dass es dein Wille war.
Denn mit aktivem Aussuchen hat es nichts zu tun.
Wer etwas aussucht, der hat die Wahl…
Wer sich was ausdenkt, der hat Verstand genug dazu.

Nein, so ist es nicht.

Ich sage: Außen entspricht dem Innen.
Das Leben ist, wovon eure Seele überzeugt ist.
Und das ist NICHT vollkommen!
Wäre es das, es gäbe keinen Trieb, zu inkarnieren.

Die Seele hat keine Chance, in sich zu gehen, zu überlegen ob ihre Überzeugungen Sinn machen oder nicht.
Sie hat nur ein Gespür dafür, was sie noch entwickeln möchte.
Eine Sehnsucht nach Vollkommenheit, die sie als unangenehmen Mangel spürt, solange die nicht erreicht ist.
Und so inkarniert sie sich in das hinein, was ihr wahr erscheint, um zu überprüfen, ob es auch wirklich wahr ist.

Ist sie sehr unbewusst, erscheint es ihr wie das Murmelspiel.
Manchmal vielleicht – wenn sie achtsam ist – dann merkt sie, dass sie den Lauf mitbestimmt.

Selten ist der Boden, der Sand, die Welt, in die sie inkarniert, zu beeinflussen. Die Bedingungen des Lebens spiegeln, was die Seele mitnimmt aus der nichtmateriellen Welt an vermeintlichen „Wahrheiten“ über das Leben an sich, über sich selbst.

Das ist ein Weg, der feste Berührungspunkte hat, der festgelegte Tiefen und Höhen hat.
Aber was das „Spiel“ so sinnvoll macht, ist: Wie verändert der Weg die Kugel?

In meinem Gleichnis ist es nicht sichtbar.
Hätten wir aber ein hochauflösendes Mikroskop, würden wir sehen: Jedes Zusammentreffen mit einer anderen Kugel, jeder lange Weg durch eines der Sandtäler verändert sie.

Sie ist am Ende nicht mehr genau die, die sie beim Anfang war.

Das ist, was die Erfahrung des Lebens mit ihr macht.

Welche Wahrheit wird sie haben, wenn sie aus dem Spiel geht?
Welche Überzeugungen hat sie angenommen: von sich selbst, vom Leben?

Hat sie sich weiter entwickelt zu ihrer Vollständigkeit hin?
Das ist die Frage.

Niemand wird nach der Inkarnation kommen und es ihr sagen müssen, denn sie selbst spürt es.
Sie spürt es am Ausmaß ihres Friedens, ihrer Freude.

Für euch sieht es so aus, als würde all das, was euch geschieht, nichts anderes sein als etwas, das ihr „zu ertragen“ habt, weil es euch aufgebürdet wurde.

In Wahrheit geht es darum, loszulassen, was zu schwer zu tragen ist!

Und das, was schwer ist, ist immer das Urteil, das ihr über eine Situation fällt.

Wie oft benutzt ihr bei euren Urteilen Worte wie „IMMER oder NIE“.
Wüsstet ihr, dass dieses IMMER / NIE zum Programm wird, dem ihr folgt, ich bin sicher, ihr würdet damit viel vorsichtiger umgehen.

Frieden machen, in sein Glück kommen bedeutet, den Erfahrungsweg zu gehen, seine innersten IMMER / Nie – Konzepte loszulassen.

Die meisten Menschen denken, dass es ihr „richtiges Verhalten“ wäre, das sie von ihren Lasten befreit.
Viele sind sich sicher, dass es das „richtige Verhalten“ der anderen Menschen ist, das sie befreit.

Die Wahrheit ist: Sie befreien sich, wenn sie ihr IMMER / Nie – Urteil über sich selbst oder das Leben loslassen.

Uta: Bedeutet das nicht, völlig richtungslos zu werden?

Daphne: Ja, so scheint es.
Wahr ist aber: Nur so ist die Welt der Wunder möglich.
Nur so ist es uns – den Helfern Gottes – möglich, den Lauf der Murmel in eine leichtere Richtung zu beeinflussen.

Erinnerst du dich, Uta?
Eine der Grundregeln der Guides ist: niemals den Willen der Seele brechen! Was die Seele will, ist die Grenze dessen, was wir an Einwirkung bewirken dürfen.

Der „Wille“ ist hier eine Vereinfachung, es geht tiefer.

Es geht um die Überzeugung, die diesen Willen erst bewirkt.

Nur die Seele selbst gibt vor, ob sie eine Überzeugung aufgibt oder nicht, neu hinzunimmt oder nicht.

Es geht also weniger um das, was wir wollen, als darum, was uns möglich erscheint? Ja.

In der Not lernen viele Menschen beten, inbrünstig klagen und bitten und hoffen sie.

Aber wie könnte der Weg sich ändern, wenn sie trotz ihrer Gebete nicht überzeugt sind, dass eine Erfüllung überhaupt MÖGLICH ist?

Uta: Ist damit gemeint, dass Jesus sagte: Wenn ihr auch nur einen Glauben hättet so groß wie ein Staubkorn, ihr könnte die Wunder tun, die ich tue?

Daphne: Ja, das ist damit gemeint, genau das.

Noch ist keiner von euch soweit, soviel Glauben, bzw. eine so tiefe, seelische Überzeugung aufzubringen.

Aber, Ursel?
Ich muss dich darauf aufmerksam machen, dass du deine Situation mit deinen innersten Überzeugungen mitlenkst.

Ich bitte dich: überprüfe diese!
Ein IMMER / NIE gekoppelt an Unglück und Not ist jetzt gar nicht hilfreich.

Ich sage nicht: Glaube an ein gutes Ende.
Ich sage: Bitte sei so realistisch, es für MÖGLICH zu halten!

Soweit zu diesem Thema.

Uta: Daphne, wenn etwas mit Worten nicht sagen kann, hilft ein Bild?

Daphne: Ja, dann hilft ein Bild. (Sie lächelt.)

Ursel, ich wende mich direkt an dich, mein Lieb.

Sieh mal, Ursel, was du brauchst, ist eine feste Richtung.
Warum ist es, wie es ist?
Darüber hast du so deine eigenen Gedanken.

Wohin ist es recht, sich zu wenden?
Das ist deine Frage, so meinst du.
Und ich würde dir gerne antworten, aber wir Guides dürfen doch nicht alles sagen.

Ich will dir hilfreich sein, aber ich muss auch die Wahrheit achten: Du lebst, weil du heil werden willst, nicht unverletzt… wie sollte das gehen?

Die Verletzungen sind doch geschehen, aber du willst DENNOCH wieder HEIL werden.

Dies ist, worauf ich dir antworten darf.
Was ich dir niemals sagen darf, ist, wohin dich den Weg zu führen hat.
Das Ziel allerdings, das darf ich sagen.

Ach, du Liebe, ob dir das reichen wird?!
Ich weiß es nicht. Denk nicht, ich wüsste die Not nicht, die dich treibt.

Aber du findest aus dieser Not nicht heraus, wenn ein anderer dir den Weg sagt.
Ich kann deine Überzeugungen nicht ändern!
Alles, was ich sagen könnte, wären Worte „des Anderen“, du suchst aber die Worte deines Herzens.

Du spürst es doch: Nur dort in der tiefen Mitte deines Seins kann deine Wahrheit liegen…

Also: Ich werde dir keine Auskunft geben, die dir diesen Weg in dein inneres Ich verbauen.

Worte, die dich darin täuschen könnten, diesen Weg nach Innen nicht gehen zu müssen.

So sehr ich dich liebe, Ursel: Täte ich dies, wäre ich lieb, aber nicht liebend.

Es ist so ungehörig, Fragen mit Gegenfragen zu beantworten, und doch tue ich es.

Ursel, es geht nicht darum, dich zu fragen: Wie konnte mir das nur passieren?

Es geht – so sehr dich die ganze Sache trifft, wie der Blitz in die Erde einschlägt -es geht darum, dich zu fragen: Was sagt es aus über meine falschen Überzeugungen als Seele?

Ich möchte dich tiefer führen, indem ich deine Erinnerung an meine Worte „unverhofft kommt oft“ aufgreife und dir dazu neue Einsichten gebe.

Sag mir, Ursel: Wen kann der Blitz unverhofft treffen?
(Ich spreche hier ausschließlich von deiner Psyche, dem psychischen „Gehör“.)

Ja, richtig: Denjenigen, der das Gewitter nicht hört. Den kann der einschlagende Blitz schockieren.
Kann das sein? Dass ein nahendes Gewitter nicht gehört wird?

Oh ja, wenn die Ohren zu taub dafür sind, dann kann das sein, ja.
Aber was – sag doch – was macht so taub?

Nun, zuerst einmal: ein angeborener Hörschaden.
Hm, hm… meinst du, den hast du nicht?

Na ja, angeboren vielleicht nicht unbedingt, aber gleich danach ging es los.
Da wurdest du „vertaubt“!

Hör nicht hin, Kind, wenn es ernst wird.
Hör nicht hin, wenn das Gehörte dich ängstigt.
Und hör nicht hin, wenn das Gehörte dich empört…
Hör nicht hin auf alles das, was unharmonisch ist.

Höre es nicht und versteh es nicht, zu deuten!

Dafür, Ursel, kannst du nichts.
Es ist wie eine Dressur, etwas, das sich so sehr in dich hineingegraben hat, dass du es für DEINES hältst.
Nun haben wir den tiefsten Grund, warum der immer näherkommende Donner nicht gehört wurde.

Aber…
Ja, es gibt ein ABER: Wenn das heraufziehende Gewitter schon nicht gehört wird, dann doch GESEHEN!

Die drohend finsteren Wolken, das Wetterleuchten in der Ferne, der aufkommende Gegenwind? Nicht gesehen?

Aber doch, ja, ja… gesehen schon, jedoch: nicht wahr gedeutet.
Wie konnte das geschehen?

Wieder komme ich auf deine Kindheit zurück.
„Was du siehst Kind, ist nicht so, wie es aussieht für dich!“

Es ist ALLES in Ordnung, es ist alles ganz normal. Alles ist gut, alles ist richtig.

Die Wahrheit ist: Ursel, so, wie das Leben sich für dich entwickelt hat, bist du tiefer und tiefer in den inneren Unfrieden gekommen.
Du hast Mal um Mal mehr „Aufwand“ betreiben müssen, um nicht zu sehen, dass es immer ermüdender ist, den Aufwand, dabei zu bleiben, zu erhalten.

Nun ist es passiert: Das Gewitter ist da.
Gewitter ist erst einmal etwas Erschreckendes, Gefährliches, aber es ist doch auch so segenspendend in seiner Wirkung.

Die angespannte Atmosphäre klärt sich.
Der Regen schafft neue Fruchtbarkeit, der Himmel klart auf und die Sonne kann wieder alles wie „frisch gewaschen“ erscheinen lassen.

Nach dem Gewitter kommen die Dinge in Ordnung.
Und das so zu sehen, liebe Ursel, darum bitte ich dich.

Das Unverhoffte, das hat Sinn.

NICHT! den Sinn der Strafe.
Sondern die Überzeugungen zu wandeln, die deine Seele längst als unerträglich gespürt hat, zumindest aber als nicht erfüllend.

Wohin kann mich dieses hier bringen?
Was kann ich in mir entfalten, was mir anders nicht erreichbar war?
Was ist mein Glück im Unglück?

Ursel, ich will dich wahrlich nicht überfordern, aber ohne diese innere Einstellung habe ich Sorge, dass es dir zu schwer wird und du einfach „liegen bleibst“ wie die Murmel da am Anfangsbild.

Nicht liegen bleiben, Ursel, auf gar keinen Fall!
Nicht die Opferrolle einnehmen, dass in der „bösen Welt“ sowieso NIE Hilfe bekommt und man ohnehin immer Schweres zu erleben hat.
Bitte, bitte nicht.

Es ist jetzt die Zeit, deine Überzeugungen von dir und vom Leben zu überprüfen.
Es geht darum, was du meinst, hören zu dürfen und was nicht, sehen zu dürfen und was nicht.

Du hast gerade wenig äußere Freiheit, aber die innere Freiheit hast du, das Gewitter als Anfang von einer besseren Zeit zu sehen oder nicht.
Alles ist möglich.

Uta: Vielen Dank, Daphne.
Darf ich dir jetzt die Fragen von Ursel stellen?

Daphne: Gerne, ja.

Ursel schreibt: Es ist schwer für mich, meinem Lebensplan zu folgen gerade in dieser Lebenssituation.
Denn ja, ich habe Angst vor dem Irrtum, habe Angst, über das dünne Eis zu gehen, wenn ich nicht weiß, ob ich heil am anderen Ufer ankomme…

Für dich ist es einfacher.

Daphne: Ursel? Hinter deiner Angst steht die Überzeugung, „es“ richtig machen zu müssen.
Das „Es“ ist das ganze Leben…
Immer alles richtigmachen, ist aber nicht des Menschen Angelegenheit!

Das ist nur und ausschließlich Gottes Angelegenheit

Lass das los, Ursel!
Lass die Angst los, dass du, wenn du etwas falsch entscheidest, du für die volle Wirkung verantwortlich bist.

Alles, was du kannst, ist, wahrhaftig zu entscheiden.
Mit Logik hat das nichts zu tun, nur mit WAHR!

Wenn es kein „So-ist-es-mir-WAHR“ gibt, KANNST du nicht entscheiden.

Nein, du weißt nicht, ob das Eis dünn ist oder nicht!
Und ich darf es dir nicht sagen, weil es nicht darum geht, ob du heil ankommst, sondern ob du gehst – Schritt für Schritt – oder nicht.

Ursel, die meisten Menschen möchten am liebsten einfach stehen bleiben, Veränderungen machen Angst.
Diese Angst ist der Preis für „Gewitter“…

Aber du entscheidest jetzt, was ist dein Urteil: Das Gewitter wird von nun an EWIG toben?
Oder dieses Gewitter ist da, um mich aus Unerträglichem zu befreien?

Mein Himmel soll wieder klar und schön sein, meine Erde grün und frisch?

Am Ende der bösen Zeit beginnt die Gute!
Du erfährst es nicht, wenn du nicht über das Eis gehst…

Uta: Sie fragt, was die momentane Lebenssituation ihr sagen will?

Daphne: Dass es Zeit ist, Neues entstehen zu lassen, wenn das Alte zur Last geworden ist. Was verbraucht ist, ist verbraucht.

Verbrauchtes loszulassen, ist dir schwer, ich weiß das.
Aber du KANNST es.

Wer in seinen Händen das festhält, was ihn schmerzt, wie soll der nach dem greifen können, was ihn freut?
Selbst wenn es ihm begegnet: Er kann nicht zugreifen.

Uta: Sie fragt, wie sie aus diesem Seelenschmerz herauskommt?

Daphne: Ursel? In dem du aufhörst, darauf zu warten, dass sich jemand deiner erbarmt, weil du so leidest.

Du, Ursel, bist nicht barmherzig zu dir selbst.
Das darf sich ändern.

Nein, nein, nicht per Entschluss, sondern das ist der Weg, der zu gehen ist, wenn du erstmal akzeptiert hast, dass du über Eis zu gehen hast.

Der Weg ist, WIRKLICH freundlicher auf dich zu achten.
Es dir WIRKLICH wichtig sein zu lassen, was du brauchst, um glücklich zu sein.

Unabhängig zu werden vom „Lieferservice“ der anderen.

Du meinst, dass du jetzt heftig zu leiden hast, Ursel.
So ist das doch „IMMER?“

Du muss nicht sein, Ursel!
Du kannst auch NEIN zu diesem tiefen Schmerz sagen, du kannst auch sagen: Traurig sein reicht, ich muss wirklich nicht daran sterben!
Es geht weiter, schade, dass es so endet.
Aber das hier ist nicht das letzte Wort über mein Leben!

Uta: Sie stellt eine Zukunftsfrage…

Daphne: …die ich nicht beantworten darf.

Uta: Darfst du darauf antworten, ob er ihr Seelenpartner ist?

Daphne: Ursel, die Vorstellung, dass er es ist, könnte dir Kraft geben, ich weiß, aber nur sehr kurzfristig.

Denn selbst wenn er es ist, ginge es jetzt doch darum, dass du lernst, UNABHÄNGIG von dem Ausmaß der Zuwendung anderer zu werden.

Kein lebender Mensch kann dir die Wunden schließen, die deine Kindheit dir machte.
Kein Partner dir geben, was du als Baby gebraucht hättest.

Was geschehen ist, ist geschehen. Aber es ist wirklich vorbei.
Das zu sehen, bedeutet, die Hände frei kriegen, liebe Ursel.

Was soll ein neuer Partner sein? Ja, Partner!
Einer, der mit dir geht… aber niemals der, der heilt, was früher verletzt wurde…

Du kannst das für niemanden sein und niemand kann es für dich sein.
Aber DU kannst es für dich werden: Die, die freundlich zu sich selbst ist und die es als heilige Aufgabe sieht, ihr persönliches Glück zu verwirklichen.

Also frage mich nicht, ob er deine „Bestimmung“ ist, sondern frage dich, ob er in der Lage ist, MIT dir zu gehen: freundlich, auf Augenhöhe, freiwillig und von Herzen gern.

Oder ob er nur eine so ferne Möglichkeit ist, dass die Überzeugung deiner Seele, NIE wirklich geliebt zu werden, bedient wird.

Uta: Jetzt fragt sie über einen Dritten, der nicht gefragt wurde…

Daphne: Ich darf dennoch sagen, dass dies alles GAR NICHTS mit ihm zu tun hat.

Es geht um dein NIE / IMMER Urteil: NIE werde ich die Liebe erleben, die ich brauche. IMMER werde ich zurückgesetzt.

Ursel, dabei geht es nicht nur um Männer, es geht dabei um „die ganze Welt“!

Es geht dabei um Gott und die Welt.

Oh, ich bin wirklich, wirklich auch der Meinung, dass du viel mehr Freundlichkeit, ja, sogar Liebe verdient hast.
Dass sie dir zusteht, weil du ein guter, freundlicher, herzenswarmer Mensch bist!

Und ich möchte dich so gerne zu dem führen, dem es auch ganz leicht und ganz selbstverständlich ist, dich zu lieben, oh ja.

Diesen ganz natürlichen Lauf müsste es nehmen, dahin müsste die Kugel rollen.
Aber wie, wenn du der Überzeugung bist, dass dies NIE passieren KANN?

Warum bist du davon überzeugt?
Weil du entsprechende Erfahrungen in vergangenen Leben erlitten hast und daraus ein „Gesetz“ gemacht hast.
Und weil aus diesem Gesetz heraus es zur Inkarnation in deine Familie kam.

Aber dieses Leben, Ursel, lebst du nicht, um das zu wiederholen, sondern um das IMMER / NIE endlich zu relativieren.

Uta: Sie fragt, wie es gesundheitlich bei ihr aussieht. Worauf soll sie achten?

Daphne: Sie ist aus dem Rhythmus gekommen. Es wäre schön, wenn sie zu ihrem eigenen findet.
Keine Einmischung durch Tabletten, einfach die Natur machen lassen.
Das wäre ein sehr guter Anfang.

Ursel, insgesamt geht es darum, loszulassen, was zu schwer ist.
Das Gestern Gestern sein zu lassen!

Das fällt so schwer, wenn das Leid, es getragen zu haben, gar nichts bei anderen Menschen auslöst.

Wenn alle Welt sagt: Ach, soooooooooo schlimm kann es doch nicht gewesen sein.
Doch! Für dich war es soooooooooo schlimm.

Und es hat Wunden gemacht, die schmerzen auch heute.
Die erste, tiefste Wunde hat eine ganz, ganz kleine Ursel zugefügt bekommen.
Es gibt kaum Erinnerungen daran, wie tief Schreck und Schmerz waren.

Aber jetzt, Ursel, geht es darum, dass du alle Fähigkeiten zurückbekommst, die diese Wunde heilen lassen können.

Der Glaube daran, dass dies NIE durch dich selbst passieren kann, ist der Glaube eines Babys, das schwer zu leiden hatte!
Und es ist die Hoffnung eines Babys, dass IRGENDWER Großartiges kommt und es heil macht.

Tief in deinem Unbewussten ist die Erinnerung daran.
Wie eine dunkle Brille trübt sie deinen Blick auf dich, auf dein Liebenswert sein, auf dein Stark sein.

Ich schreib dir das jetzt alles, wissend, dass du Hilfe dabei brauchst, das Unbewusste bewusst werden zu lassen.
Niemand kann loslassen, was er nicht weiß!

Ich darf es nicht einfach schreiben, wie es nur zu lesen unerträglich wäre oder unerreichbar.

Du hast dein Vertrauen ins Leben dort stehen gelassen.
Alles, was jetzt geschieht – so paradox es klingt – geschieht, um das Vertrauen ins Leben zurück zu erobern.
Nicht stehen bleiben, Ursel, weiter gehen zu den neuen, guten Landschaften.

Ich habe dich unendlich lieb.

Schwer, schwer ist es mir, dich so leiden zu sehen und so verwirrt.

Geh den ersten Schritt in die Freiheit deines Seins, Ursel.
Dann den nächsten, den nächsten, den nächsten…

Ich bin dabei, keine Angst.

Deine Daphne!